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Rodeln: Schwerer Sturz von Viktoria Demtschenko am Königssee
Viktoria Demtschenko stürzt schwer am Königssee © Getty Images
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Am Königssee überschattet ein schwerer Sturz von Viktoria Demtschenko den Rodel-Weltcup. Eine Deutsche feiert am Ende den Sieg.

Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hat bei einem denkwürdigen Weltcup am Königssee erstmals seit sieben Jahren den Sieg auf ihrer Heimbahn verpasst und wurde erneut von ihrer jungen Teamrivalin Julia Taubitz geschlagen.

Bei teilweise starkem Schneefall musste sich Geisenberger (Miesbach) mit dem achten Rang begnügen, beide Läufe der 30-Jährigen wurden von den Witterungsbedingungen stark beeinträchtigt. Taubitz (Oberwiesenthal) feierte ihren zweiten Saisonsieg und liegt in der Gesamtwertung nur noch 17 Punkte hinter der führenden Geisenberger.

"Man hätte die Reihenfolge auch würfeln können", sagte Geisenberger, "ich hatte einfach Pech mit meinen Startpositionen. Die Bahn wurde jeweils lange vor mir nicht gefegt und dann gleich nach mir. Beim Schnee ist man eben machtlos, man muss damit leben, was von oben runterkommt. Wir müssen froh sein, dass Julia ihre Chance so gut genutzt hat." Taubitz freute sich über einen "sehr überraschenden und sehr schönen Sieg. Gleich vor mir wurde die Bahn gekehrt, da hatte ich auch Glück."

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Schwerer Sturz von Demtschenko

Überschattet wurde das Rennen vom schweren Sturz der Russin Viktoria Demtschenko. Die Tochter des früheren Weltklasserodlers Albert Demtschenko wurde im ersten Lauf in einem der schnellsten Abschnitte der Bahn von ihrem Schlitten geschleudert und schlug mit dem Helm auf dem Eis auf.

Wie der verantwortliche Rennarzt Dr. Andreas Leidinger wenig später mitteilte, erlitt die Russin ein Schädel-Hirn-Trauma mit Bewusstlosigkeit. "Sie war zu jeder Zeit kreislaufstabil", sagte er. Demtschenko wurde zur Beobachtung in die Klinik Bad Reichenhall transportiert.

Hinter Taubitz auf den Plätzen zwei und drei landeten Summer Britcher aus den USA und die Österreicherin Hannah Prock. Für die Olympia-Zweite Dajana Eitberger (Ilmenau) reichte es nur zum 14. Platz, gleich dahinter landete Tatjana Hüfner (Blankenburg).

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