vergrößernverkleinern
Mindestens ein Biathlet soll in die Doping-Affäre um den Erfurter Sportmediziner verwickelt sein
Mindestens ein Biathlet soll in die Doping-Affäre um den Erfurter Sportmediziner verwickelt sein © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Der im Zuge des Doping-Skandals festgenommene Sportarzt Mark S. muss mit einer langen Freiheitsstrafe rechnen. Wie sein Komplize sitzt er in München in Haft.

Der im Zuge des Doping-Skandals festgenommene Erfurter Sportarzt Mark S. muss mit einer langen Freiheitsstrafe rechnen. Das bestätigte die zuständige Münchener Staatsanwaltschaft 1 dem SID.

"Im Gesetz sind für jeden einzelnen Fall der Anwendung von Dopingmethoden - wenn sie gewerbsmäßig und im Rahmen einer Bande erfolgen - bis zu zehn Jahre Freiheitsstrafe vorgesehen, im Falle einer Anklage gehen wir daher schon davon aus, dass es zu einer erheblichen Freiheitsstrafe kommt", sagte Staatsanwältin Anne Leiding, Pressesprecherin der Münchner Behörde.

Der 40 Jahre alte Sportmediziner sitzt wie ein Komplize derzeit in München in Haft. Zwei weitere Komplizen - einer davon ist der Vater von Mark S. - befinden sich noch in Innsbruck, nachdem sie bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld Kontakt zu Athleten hatten und festgenommen worden waren.

Anzeige
Auch interessant

Vier Verdächtige aus Erfurt

Alle vier Verdächtigen stammen aus Erfurt und sollen auf Münchner Haftanstalten verteilt werden. Wie lange die Vernehmungen andauern, ist fraglich. Zudem muss das festgestellte Material untersucht werden.

Die Beamten haben rund 40 Blutbeutel und eine Zentrifuge bei ihrer Razzia in Erfurt sichergestellt. Die Blutbeutel müssen den jeweiligen Personen zugeordnet werden.

Wie alle Beschuldigten können auch Mark S. und seine Komplizen auf Strafmilderung hoffen, wenn es zu umfangreichen Geständnissen kommt.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image