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Die Behörden nahmen Ende Februar auch Doping-Razzien bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld vor
Die Behörden nahmen Ende Februar auch Doping-Razzien bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld vor © Getty Images
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Der verurteilte Dopingsünder Stefan Matschiner geht davon aus, dass das zerschlagene Doping-Netzwerk um den Erfurter Arzt Mark S. kein Einzelfall ist.

Der verurteilte Dopingsünder Stefan Matschiner geht davon aus, dass das zerschlagene Doping-Netzwerk um den Erfurter Arzt Mark S. bei weitem kein Einzelfall ist.

"Ich bin mir sicher, dass jedes Land seinen Mark S. hat, und in größeren Ländern gibt es sicher auch zwei von seiner Sorte", sagte der Österreicher im Interview mit der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten (Dienstagausgabe).

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Der wegen Weitergabe von Dopingmitteln und versuchten Blutdopings verurteilte ehemalige Sport-Manager sieht den Bedarf im Leistungssport ungebrochen. Es gebe "überall Sportler, die ihre Ziele nicht mit lauteren Methoden erreichen, also wählen sie die unlauteren – und sie suchen sich Leute, die ihnen dabei helfen."

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Matschiner bezweifelt zudem, dass der aktuelle Fall die Ermittler noch lange beschäftigen wird. "Aus meiner Erfahrung spricht die Zahl von 40 sichergestellten Blutbeuteln dafür, dass der Arzt Mark S. maximal zehn Athleten versorgt hat", erklärte er.

Der Leistungssport sei ohnehin "eine einzige Heuchelei. Kein Athlet, der es richtig anstellt, wird je positiv getestet, der Blutpass ist nur Augenwischerei", sagte Matschiner, zu dessen Blutdoping-Klienten einst der österreichische Ex-Radprofi Bernhard Kohl gehörte, der 2010 als Whistleblower über Matschiner auspackte.

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