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Laura Dahlmeier ist auch bei der Biathlon-WM 2019 in Östersund der große deutsche Trumpf
Laura Dahlmeier ist auch bei der Biathlon-WM 2019 in Östersund der große deutsche Trumpf © Getty Images
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München - In den Wettbewerben von Soldier Hollow zeigen sich die deutschen Skijäger in starker Form. Aber was geht bei der Weltmeisterschaft in Östersund? Der WM-Check.

Vier Siege haben die deutschen Biathleten im bisherigen Saisonverlauf eingefahren, dazu neun zweite Plätze und acht dritte Plätze verbucht.

Der Sportliche Leiter Björn Weisheit glaubt nach dem letzten Weltcup vor der WM, dass "alles gut funktioniert und wir beruhigt nach Hause fahren können". Aber wie gut stehen die Medaillenchancen für die Titelkämpfe in Östersund (7. bis 17 März im LIVETICKER) wirklich?

Der WM-Check bei SPORT1.

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LAURA DAHLMEIER

Die Nummer eins im deutschen Lager bestritt in diesem Winter bislang zwar nur acht Rennen, landete davon aber siebenmal in den Top 10 und dreimal auf dem Podest.

Dahlmeier versteht es wie keine andere, sich auf den Punkt in Topform zu bringen und bei großen Rennen bis an die Leistungsgrenze zu gehen - und darüber hinaus. Das wird der Doppel-Olympiasiegerin und siebenmaligen Weltmeistern auch in Schweden gelingen. Medaillenwahrscheinlichkeit: 100 Prozent

DENISE HERRMANN

Die ehemalige Langläuferin brennt regelmäßig die schnellsten Zeiten in den Schnee. Wenn sie am Schießstand halbwegs ordentlich durchkommt, ist eine vordere Platzierung nahezu sicher. Das Problem: Dies gelingt ihr zu selten. Im Sprint besitzt sie ihre besten Chancen, bei einem guten Ergebnis dort auch in der Verfolgung. Ihre Formkurve zeigt nach dem sieg in den USA nach oben. Medaillenwahrscheinlichkeit: 50 Prozent

FRANZISKA HILDEBRAND

Die zweimalige Staffel-Weltmeisterin erlebte eine ziemlich zähe Saison - bis zum Weltcup in Soldier Hollow. Da eroberte sie zweimal alleine sowie mit der Mixed-Staffel das Podest. Nicht nur schoss Hildebrand endlich wieder zielsicher wie zu besten Zeiten, sie konnte auch in der Loipe mithalten. Vor allem im Einzel und im Massenstart kann man mit ihr rechnen. Medaillenwahrscheinlichkeit: 30 Prozent

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FRANZISKA PREUß

Als Preuß immer besser in Schwung kam und die vielleicht beste Phase in ihrer Karriere mit dem ersten Sieg in Ruhpolding krönte, wurde sie mal wieder vom Pech eingeholt. Probleme mit der Gesundheit warfen sie zurück, die Zeit bis zur WM drängt. Medaillenwahrscheinlichkeit: 20 Prozent

VANESSA HINZ

Hinz fehlt die Konstanz, zu selten stimmt genau dann die Laufleistung, wenn sie auch gut schießt. Ihre erste Einzelmedaille wäre eine Überraschung, ist im Einzelrennen mit null Fehlern aber möglich. Medaillenwahrscheinlichkeit: 10 Prozent

KAROLIN HORCHLER

Nachdem sie in der Vorbereitung noch geglänzt hatte, fand Horchler nicht mehr in die Erfolgsspur. Sie muss schon froh sein, wenn sie überhaupt zum Einsatz kommt. Medaillenwahrscheinlichkeit: 0 Prozent

ARND PEIFFER

Der Sprint-Olympiasieger glänzte mit regelmäßigen Top-Leistungen und dürfte auch bei der WM die Medaillenhoffnung Nummer eins bei den Männern sein. Voraussetzung dafür: Die Erkältung hat ihn in den vergangenen Tagen nicht zu viel Kraft gekostet. Peiffer kann im extrem dichten Männerfeld in jedem Rennen auf das Podest laufen. Seine Medaillen holte er bisher aber ausschließlich im Sprint oder in Staffeln. Medaillenwahrscheinlichkeit: 65 Prozent

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BENEDIKT DOLL

Bei ihm verhält es sich wie bei Herrmann. In der Loipe immer vorne dabei, in der Endabrechnung aber nur dann, wenn er auch trifft. Nicht von ungefähr feierte Doll im Sprint vor zwei Jahren mit dem WM-Sieg seinen größten Triumph, bei Olympia holte er Bronze in der Verfolgung. Medaillenwahrscheinlichkeit: 50 Prozent

ERIK LESSER

So ein bisschen die Wundertüte im deutschen Team. Klagte zuletzt darüber, wie schwer ihm das Laufen fiel - und landete bei der WM-Generalprobe dennoch auf den Plätzen vier und fünf. Bei ihm entscheidet noch mehr als bei anderen die Tagesform über Fluch und Segen. Von Medaille bis Rang 40 ist alles möglich. Medaillenwahrscheinlichkeit: 30 Prozent

SIMON SCHEMPP

Der Massenstart-Weltmeister bestritt in diesem Jahr nur ein Rennen, und das verlief so enttäuschend wie die meisten in diesem Winter. Fernab der Öffentlichkeit wollte Schempp seine Formschwäche bekämpfen, für Edelmetall fehlt ihm wohl die Rennhärte. Medaillenwahrscheinlichkeit: 15 Prozent

ROMAN REES

Der Youngster im Männerteam landete zuletzt erstmals auf dem Podest, auf der großen Bühne fehlt ihm aber die Erfahrung für einen Coup. Dass er bei der WM-Generalprobe aufhorchen ließ, wird ihm nur zur Teilnahme an den Titelkämpfen helfen. Edelmetall ist so gut wie ausgeschlossen. Medaillenwahrscheinlichkeit: 1 Prozent

JOHANNES KÜHN

Im ersten Rennen der Saison, als die meisten noch nicht ihre Topform erreicht hatten, stürmte Kühn auf den zweiten Platz. Seither blieben die Ausreißer nach oben aus. Er muss wie Horchler über jeden WM-Einsatz froh sein. Medaillenwahrscheinlichkeit: 0 Prozent

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