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Bei Alexander Loginov fand eine Doping-Razzia statt
Bei Alexander Loginov fand eine Doping-Razzia statt © Getty Images
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Die Doping-Razzia gegen Alexander Loginov hat die Politik erreicht. Russlands Außenministerium reicht Protest gegen das Vorgehen in Italien ein.

Die Dopingrazzia gegen den russischen Sprint-Weltmeister Alexander Loginov bei der Biathlon-WM in Antholz erreicht hohe politische Kreise.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums teilte am Freitag mit, dass Russland "bei den italienischen Kollegen einen offiziellen Protest gegen die Razzia" eingereicht habe.

"Die Aktion war unzulässig und unverhältnismäßig", sagte Maria Sacharova und fügte an: "Russland bedauert die negativen Auswirkungen, die diese Aktion auf die weitere sportliche Zusammenarbeit der beiden Länder haben wird."

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Am vorletzten Tag der WM (22. Februar) hatte die Polizei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Bozen wenige Stunden vor dem Staffelrennen unter anderem das Hotelzimmer des ehemaligen russischen Dopingsünders durchsucht. Nur eine Woche zuvor hatte Loginov, der 2014 des Epo-Dopings überführt und für zwei Jahre gesperrt worden war, mit seinem überraschenden WM-Titel im Sprint schon die Gemüter erhitzt.

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Der russische Verband RBU hatte bereits dem Weltverband IBU vorgeworfen, keine ausreichende Unterstützung zu bekommen. "Alle Mitglieder des russischen Nationalteams" würden sich den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA unterwerfen, hieß es in einer Mitteilung der RBU: "Als Konsequenz davon sind alle sauber." Im Falle von Loginov wäre aber ein negatives Bild entstanden, das wolle der russische Verband so nicht hinnehmen: "Die RBU erwartet in Zukunft die Hilfe der IBU."

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