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Arnd Peiffer setzte sich im Sprint gegen Martin Ponsiluoma durch
Arnd Peiffer setzte sich im Sprint gegen Martin Ponsiluoma durch © Imago
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Arnd Peiffer feiert im Massenstart in Hochfilzen einen dramatischen Sieg. Denise Herrmann verpasst trotz einer Aufholjagd das Podest knapp.

Arnd Peiffer hat den ersten Massenstart des Weltcup-Winters in Hochfilzen gewonnen und den deutschen Biathleten den ersten Saisonsieg beschert (Alle Rennen im LIVETICKER).

Nach einem starken und fehlerfreien Rennen setzte sich der Olympiasieger nach 15 km im Zielsprint knapp gegen den Schweden Martin Ponsiluoma durch.

Peiffer bricht Massenstart-Flaute

"Ich habe nicht unbedingt daran geglaubt, dass ich das in meiner Karriere noch schaffe", sagte ein überglücklicher Peiffer in der ARD: "Es ist ein schöner Abschluss. Heute hat alles gepasst, die Ski waren richtig gut, und beim letzten Schießen hatte ich auch mal ein bisschen Glück."

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Für den Deutschen Skiverband (DSV) war es der erste Sieg in einem Massenstart seit dem 19. Februar 2017, als Simon Schempp ebenfalls in Hochfilzen Weltmeister geworden war.

Im Kampf um den dritten Rang behielt der Norweger Tarjei Bö (1 Schießfehler/+9,3 Sekunden) gegen Benedikt Doll (1 Schießfehler/+11,7 Sekunden) und den Franzosen Jacquelin, der auf den letzten Metern noch zu Sturz kam, die Oberhand. Erik Lesser musste sich nach zwei Strafrunden und einem Rückstand von 1:04,4 Minuten mit dem 17. Platz begnügen.

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Peiffer meldet sich zurück

Den ersten Weltcup in Hochfilzen hatte Peiffer noch aus privaten Gründen verpasst, am zweiten Wochenende enttäuschte der 33-Jährige mit den Plätzen 22 und 24 in Sprint und Verfolgung. Nun meldete er sich mit dem Sieg im Massenstart eindrucksvoll zurück.

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Im Sprint am Freitag hatten die DSV-Athleten mit Platzierungen außerhalb der Top 20 generell noch ein Debakel erlebt, ehe sich Doll in der Verfolgung am Samstag auf Platz 13 verbesserte.

Herrmann verpasst Podest

Bei den Damen hat sich Denise Herrmann an ihrem 32. Geburtstag beim ersten Massenstart des Weltcup-Winters mit einem fünften Platz beschenkt. Die Verfolgungs-Weltmeisterin von 2019 startete im letzten Rennen des Jahres nach zwei Fehlern im Liegendschießen eine Aufholjagd, beim Sieg der Norwegerin Marte Olsbu Röiseland (1 Schießfehler) verpasste Herrmann das Podium um 9,7 Sekunden.

Die formstarke Franziska Preuß (+49,2 Sekunden) belohnte sich trotz dreier Schießfehler als Neunte mit dem sechsten Top-10-Ergebnis in Serie, die makellose Janina Hettich rundete als Zehnte trotz eines Sturzes ein ausgezeichnetes Teamergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) ab.

Röiseland gewann nach 12,5 km vor ihrer Landsfrau Tiril Eckhoff (1/+14,0), die zuvor im Sprint und in der Verfolgung triumphiert hatte, Gesamtweltcupsiegerin Dorothea Wierer aus Italien (1/26,9) wurde Dritte.

Im neuen Jahr steht für die Biathleten zuerst der doppelte Heim-Weltcup in Oberhof (8. bis 10.1. sowie 13. bis 17.1.) auf dem Programm. Der Saisonhöhepunkt, die WM in Pokljuka/Slowenien, findet von 10. bis 21. Februar statt.

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