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Wolfgang Pichler überlebte im September einen Herzinfarkt
Wolfgang Pichler überlebte im September einen Herzinfarkt © AFP/SID/Alexander Vilf
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Der frühere Biathlon-Trainer Wolfgang Pichler hat bei seinem im September erlittenen Herzinfarkt offenbar mehrere Schutzengel gehabt.

Der frühere Biathlon-Trainer Wolfgang Pichler hat bei seinem im September erlittenen Herzinfarkt offenbar mehrere Schutzengel gehabt.

"Ich war drei Minuten tot. Das sagen die Ärzte. Dann haben sie mich mit Reanimation zurück ins Leben gebracht", erzählte der 65-Jährige aus Ruhpolding dem Münchner Merkur.

Pichler lag im Koma

Pichler hatte drei Tage im Koma gelegen. "Mitbekommen habe ich davon nichts. Aber für meine Frau, meine Kinder und meine Brüder war's halt brutal", sagte er: "In der Früh fahre ich mit dem Rad los, später steht plötzlich die Polizei vor der Tür und sagt zu meiner Frau: Wahrscheinlich ist Ihr Mann tot."

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Pichler hat überlebt - und ist "schon demütig geworden. Und zwar richtig demütig. Mir ist klar geworden, dass ich enorm viel Glück hatte. Wenn mir das passiert, wenn ich allein unterwegs bin, dann ist's vorbei. Wenn du so etwas überlebst, dann glaubst du an etwas", sagte er.

Er glaube "schon an Gott. Und glaube auch: Ich war einfach noch nicht so weit. Ansonsten gibt es das nicht, dass so viele Zufälle, die mich gerettet haben, zusammenkommen." Die Woche, nachdem er aus dem Koma aufgewacht war, sei für ihn "grausig" gewesen, so Pichler: "Man halluziniert da, sieht zunächst Geister."

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Inzwischen arbeitet der langjährige Erfolgscoach Schwedens wieder. Beim Weltverband IBU gehört er einer Gruppe an, "die eine Akademie für Trainerausbildung aufbauen soll. Und dann habe ich weiterhin einen Direktorenposten im schwedischen Olympischen Komitee. Und bei den schwedischen Biathleten habe ich auch noch einen Beratervertrag."

Die aktuelle Corona-Situation sieht Pichler als "Katastrophe" für den Sport: "Aber so ist es halt. Das muss man durchstehen. Und wenn man so etwas gehabt hat wie ich, sieht man das ohnehin anders: Ich bin froh, dass ich den Lockdown überhaupt erlebe."

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