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Die Entwicklung von Sturla Holm Lägreid (l.) ist für Ex-Biathlet Dmitry Vasilyev verdächtig
Die Entwicklung von Sturla Holm Lägreid (l.) ist für Ex-Biathlet Dmitry Vasilyev verdächtig © Imago
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Ein russischer Ex-Biathlet hegt große Zweifel an der Entwicklung von Lägreid. Generell zweifelt er an Norwegens Erfolgen. Dem Biathlon-Coach platzt der Kragen.

Eigentlich sollte im Biathlon nach dem Saisonende erst einmal Ruhe einkehren.

Dass dem aktuell nicht so ist, dafür sorgt ein Streit zwischen den Biathlon-Teams aus Russland und Norwegen. (Biathlon: Weltcup-Stände)

Ausgelöst hat dies der russische Ex-Biathlet Dmitry Vasilyev, der im russischen Sportsdaily starke Zweifel daran äußerte, dass die Entwicklung von Sturla Holm Lägreid mit rechten Dingen zugegangen ist.

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"Für mich ist es schwierig einzuschätzen, was Lägreid gemacht hat, um von einem mittelmäßigen Athleten plötzlich zu einem Star zu werden. Es drängen sich mir einige Fragen auf und ich möchte gerne Antworten hören", sagte Vasilyev.

Vasilyev: Norweger sind angeblich alle krank

"Die wichtigste dieser Fragen ist, wann die Grenze der therapeutischen Ausnahmen überschritten ist. Wir wissen, dass die kränksten Menschen auf diesem Planeten die norwegischen Langläufer und Biathleten sind. Und trotzdem gewinnen sie alles", so der 58-Jährige.

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Der zweimalige Olympiasieger mit der sowjetischen Staffel (1984 und 1988) spielt damit auf die Vorwürfe an, dass sich Norwegens Langläufer und Biathleten therapeutische Ausnahmen genehmigen lassen (vor allem Asthma-Medikamente), um so Leistungssteigerungen herbeizuführen.

Lägreid hatte hinter Landsmann Johannes Thingnes Bö nur knapp den Gesamtweltcupsieg verpasst, nachdem er in der vergangenen Saison noch kaum im Weltcup zum Einsatz gekommen war.

Für Vasilyev hat diese Leistungssteigerung einen klaren Grund: "Die therapeutischen Ausnahmen sind die größte Hilfe, damit die Norweger große Champions werden."

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Norwegen-Trainer schießt zurück: "Klappe halten"

In Norwegen kamen die Vorwürfe gar nicht gut an. Vor allem Siegfried Mazet, der Trainer der norwegischen Biathleten, reagierte öffentlich erbost und schoss auf Twitter zurück.

"Sturla Lägreid oder einen anderen Athleten, den ich trainiere, des Dopings zu bezichtigen, ist eine Beleidigung meiner Arbeit. Mister Vasiliev, wenn du aus einem Land kommst, das eine bestimmte Vergangenheit hat, wäre es wirklich besser, die Klappe zu halten. Nächstes Thema", schrieb der Franzose.

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Russland wurde mehrmals für staatlich organisiertes Doping bestraft. Bis Dezember 2022 dürfen russische Athleten zudem sportartenübergreifend bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften nur als neutrale Teilnehmer antreten.

Im Gespräch mit russischen Medien erklärte Mazet noch, dass "kein Sportler aus meiner Mannschaft Arzneimittel gegen Asthma benutzt". Demnach hatte Norwegen bei den Biathleten mit dem mittlerweile zurückgetretenen Henrik L'Abee-Lund nur einen Athleten, der diese benutzt habe.

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