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Speed Skating - Winter Olympics Day 14
Nico Ihle schaffte es über 500 Meter nicht in die Top Ten © Getty Images
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Für Eisschnellläufer Nico Ihle platzt der Traum von einer Medaille bei der Heim-WM jäh. Über die 500-Meter-Strecke verpasst er Edelmetall klar.

Eisschnellläufer Nico Ihle ist bei der Einzelstrecken-WM in Inzell trotz einer guten Vorstellung deutlich an einer Medaille vorbeigesprintet. Im hochkarätig besetzten 500-m-Rennen belegte der 33-Jährige aus Chemnitz am Freitag in persönlicher Saisonbestzeit von 34,69 Sekunden den elften Rang und verpasste damit auch eine Top-10-Platzierung.

Ihle, Vizeweltmeister von 2017, war der einzige deutsche Starter über die Kurzdistanz.

Zu Gold raste der Russe Ruslan Muraschow in Bahnrekord von 34,22 Sekunden vor Olympiasieger Havard Lorentzen aus Norwegen (34,35) und seinem Landsmann Wiktor Muschtakow (34,43).

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"Ich bin mit meinem Rennen sehr zufrieden. Es war eine Spitzenleistung, ich brauche mich überhaupt nicht verstecken", sagte Ihle, der erstaunt von den Spitzenleistungen der Konkurrenz war: "Die Leistungsdichte über 500 m ist Wahnsinn."

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Zum WM-Auftakt am Donnerstag hatte Ihle im Teamsprint als Vierter nur knapp Edelmetall verpasst. Am Samstag bietet sich ihm über 1000 m eine weitere Chance auf eine Top-Platzierung.

Erste Medaille für Österreich

Über 500 m der Frauen hatte die einzige deutsche Starterin erwartungsgemäß nichts mit der Entscheidung zu tun. Gabriele Hirschbichler aus Inzell wurde trotz persönlicher Saisonbestleistung von 38,88 Sekunden Letzte.

Vanessa Herzog bescherte Österreich die erste Medaille. Die 23-Jährige aus Innsbruck lief in 37,12 Sekunden zu Gold und einem Bahnrekord. Zweite wurde Olympiasiegerin Nao Kodaira aus Japan (37,20) vor ihrer Landsfrau Konami Soga (37,60).

Team kann wegen Pechstein-Absage nicht starten

Ohne deutsche Beteiligung fanden im Anschluss an die Sprints die Rennen der Teamverfolgung statt. In der Disziplin, in der die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) bei den Frauen zweimal die Olympiasiegerinnen stellte (2006, 2010), konnte nach der Absage der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein kein Trio aufgestellt werden. Gold ging an das Team aus Japan (2:55,77 Minuten).

Die 46-Jährige hatte am Donnerstag kurzfristig ihre Teilnahme über 3000 m und im Team zurückgezogen. Die Maßnahme war nach eigenen Angaben eine Reaktion auf ihre juristische Niederlage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), über den sie am Dienstag in Kenntnis gesetzt worden war - nur zwei Tage vor WM-Beginn.

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