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Claudia Pechstein in Polen Sechste beim Massenstart
Claudia Pechstein kritisiert DESG © Getty Images
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Eisschnelläuferin Claudia Pechstein erneuert ihre Kritik an der DESG und Nationaltrainer Erik Bouwman. Sie erwartet von ihm eine Entschuldigung.

Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat ihre Kritik an der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) erneuert und eine Entschuldigung von Bundestrainer Erik Bouwman gefordert.

"Ich bin nicht der Meinung, dass die Nationaltrainer ihren Job machen. Erik Bouwman macht seinen Job nicht, wenn er die Aussage trifft, dass er keinen Bock auf mich hat. Da ist eine Entschuldigung fällig. Unter diesen Bedingungen werde ich nicht ins Team zurückkehren", sagte die 47-Jährige im ZDF.

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Pechstein: "Müssen an einem Strang ziehen"

Pechstein hatte am Freitag beim Weltcup im polnischen Tomaszow Mazowiecki über 3000 m die Rückkehr in die A-Gruppe geschafft. Nach dem Zerwürfnis mit dem Niederländer Bouwman war sie allerdings vom polnischen Team betreut worden. "Wenn Erik Bouwman keinen Bock auf mich hat, habe ich auch keinen Bock auf ihn. Am Ende müssen wir alle an einem Strang ziehen", sagte Pechstein.

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DOSB-Präsident Alfons Hörmann sprach derweil von einem "insgesamt besorgniserregenden Zustand" im Verband und forderte Gespräche aller Beteiligten. "Es müssen jegliche Egoismen in den Hintergrund. Es muss Bereitschaft da sein, jeden Stein einmal umzudrehen. Nur bei einer schonungslosen Analyse wird es gelingen, Schritt für Schritt in eine bessere Zukunft zu kommen", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) im ZDF.

Kulik reicht Pechstein die Hand

DESG-Sportdirektor Matthias Kulik reichte Pechstein derweil die Hand. "Ich möchte Claudia zu ihrem Erfolg hier gratulieren. Sie gehört bei uns zu den Leistungsträgerinnen", sagt er. Er habe Verständnis, dass sie sich "persönlich angegriffen" gefühlt habe: "Wir müssen schauen, dass wir das Thema in einem persönlichen Gespräch, das wir Claudia anbieten, vom Tisch kriegen. Das ist mir wichtig."

Mit an Bord im polnischen Team war am Wochenende auch Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große, den Pechstein als neuen Verbandspräsidenten ins Spiel gebracht hatte. Große erklärte dazu: "Wir brauchen keinen Sozialromantiker, sondern jemanden, der reformiert. Wenn man mit mir sprechen will, bin ich bereit. Und wenn man nicht will, bin ich eben nicht bereit"

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