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Felix Neureuther verpasste die Olympischen Spiele in Pyeongchang wegen eines Kreuzbandrisses
Felix Neureuther verpasste die Olympischen Spiele in Pyeongchang wegen eines Kreuzbandrisses © Getty Images
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Am Wochenende startet im österreichischen Sölden die neue Ski-Saison. Felix Neureuther geht gut vorbereitet in den ersten Riesenslalom am Sonntag.

In Sölden beginnt am Wochenende traditionell die Weltcup-Saison der Alpinen (ab 10 Uhr im LIVETICKER). Nach dem Auftakt der Frauen im Riesenslalom am Samstag sind am Sonntag die Männer in Österreich an der Reihe. Im vergangenen Winter holte Felix Neureuther mit Bronze im Slalom die einzige deutsche WM-Medaille.

Auch in der neuen Saison hat sich der 33-Jährige viel vorgenommen. "Ich freue mich, dass es endlich wieder losgeht mit dem Rennfahren", sagte Neureuther, der am 14. Oktober Vater geworden war. Seine Sommervorbereitung sei gut verlaufen. "Da auch der Rücken bisher gut mitgespielt hat, fühle ich mich aktuell richtig wohl." 

Tags zuvor hatte mit Viktoria Rebensburg die beste deutsche Skifahrerin bereits einen Traumauftakt gefeiert. Mit einem starken Finallauf sicherte sie sich den ersten Sieg im ersten Weltcup-Rennen der Saison. 

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Wer geht außer Neureuther und Rebensburg für Deutschland an den Start? Was hat sich im Vergleich zu Vorsaison geändert? SPORT1 klärt alle wichtigen Fragen.

Wo wird gefahren? 

Insgesamt werden 77 Wettbewerbe an 31 Orten gefahren. Höhepunkt des Winters sind die Olympischen Spiele, ausgetragen in Pyeongchang/Südkorea vom 9. bis 25. Februar (Der Rennkalender).

Vom 19. bis 21. Januar fahren die Männer in Kitzbühel auf der legendären Streif. In Deutschland machen die Männer am 27./28. Januar kurz vor Olympia für Abfahrt und Riesenslalom in Garmisch-Partenkirchen Station, die Frauen fahren dort eine Woche später zwei Abfahrten.

Am 9./10. März gastiert der Ski-Zirkus vor dem Weltcup-Finale in Are/Schweden mit Riesenslalom/Slalom der Frauen in Ofterschwang. 

Welche Deutschen starten?

An der Spitze des Aufgebots stehen Rebensburg und Neureuther. Daneben sind Patrizia Dorsch, Jessica Hilzinger und Maren Wiesler dabei sowie Stefan Luitz, Alexander Schmid und nach einer Schuhrandprellung Linus Straßer.

Fritz Dopfer soll nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch im November beim Slalom in Levi/Finnland einsteigen. Dopfer kann "nahezu schmerzfrei Skifahren", braucht aber "noch ein paar Trainings, um auch bei schwierigen Bedingungen konkurrenzfähig zu sein".

Bei Olympia sollen Neureuther und Co. drei Medaillen holen, das war auch bei der jüngsten WM in St. Moritz die Vorgabe. Dort verhinderte Neureuther mit Slalom-Bronze eine Nullrunde. "Felix hat mir den Arsch gerettet", sagt DSV-Alpinchef Wolfgang Maier.

Auch 2018 ist Neureuther aussichtsreichster Anwärter. "Es steckt definitiv noch in mir, dass ich Rennen gewinnen kann und dort ganz vorne bin", sagt er. Rebensburg und die Mannschaft im neuen "Team Event" hoffen ebenfalls auf Medaillen.

Wer sind die Favoriten?   

Im Kampf um die große Kristallkugel wird Mikaela Shiffrin erneut kaum zu schlagen sein, bei den Männern bleibt abzuwarten, wie stark Marcel Hirscher zurückkommt. Wie der Österreicher schielt Shiffrin vor allem nach Pyeongchang.

Noch sei sie in den USA fast unbekannt, ein "average Joe", sagt die dreimalige Weltmeisterin, "Olympia ist der beste Weg, damit ich bekannter werde". 

Lindsey Vonn fehlt nicht - und das ist überraschend. Seit ihrem letzten Auftritt 2012 hatte die Speed Queen Sölden gemieden, ein Start war auch in diesem Jahr unwahrscheinlich. Zwei Tage vor dem Rennen entschied sich die 34-Jährige anders und wird ihren ersten Weltcup-Riesenslalom seit Januar 2016 bestreiten.

Erst später in die Saison einsteigen werden Olympiasiegerin Anna Veith, Lara Gut, Eva-Maria Brem und Federica Brignone.

Weltmeisterin Ilka Stuhec und Olympiasieger Carlo Janka verpassen die Saison, der sechsmalige Gesamtsieger Marcel Hirscher und Aksel Lund Svindal verzichten nach Verletzungen. 

Was ist neu?

Die wichtigste Veränderung: Die Männer fahren im Riesenslalom wieder kürzere Kurvenradien. Nach der Verlängerung 2012 von 27 auf 35 Meter sind es jetzt nur noch 30, weil das Ziel, weniger (Knie-)Verletzungen zu haben, nicht erreicht worden war.

Der längere Radius erforderte mehr Kraftaufwand, Rückenprobleme waren häufig die Folge. Jetzt ist die Disziplin technisch etwas weniger anspruchsvoll, was Speedspezialisten zugute kommen dürfte.

Die deutschen Frauen haben in Graller einen neuen Cheftrainer. "Das ist der geilste Job der Welt", sagt der Österreicher, der um Rebensburg wieder eine echte Mannschaft aufbauen soll.

Am Neujahrstag wird in Oslo am heiligen Ski-Berg Holmenkollen erstmals ein Skirennen gefahren. Anfang Februar erlebt Garmisch-Partenkirchen bei der Olympia-Generalprobe ebenfalls eine Premiere: Eine Frauen-Abfahrt in zwei Läufen.

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