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Viktoria Rebensburg gewann die ersten beiden Riesenslaloms der Saison 2017/18
Viktoria Rebensburg gewann die ersten beiden Riesenslaloms der Saison 2017/18 © Getty Images
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Viktoria Rebensburg verpasst ihren dritten Sieg im Riesenslalom der Damen in Courchevel deutlich. Mikaela Shiffrin feiert einen Sieg mit großem Vorsprung.

Die kurze Siegesserie von Viktoria Rebensburg ist gerissen, die beste deutsche Ski-Rennläuferin hat beim Weltcup-Riesenslalom im französischen Courchevel eine herbe Enttäuschung erlebt. (Das Rennen zum Nachlesen im TICKER)

Nach den Erfolgen von Sölden und Killington fuhr die Olympiasiegerin aus Kreuth in ihrem letzten Rennen vor der Weihnachtspause nur auf Platz 14. Schwächer war die 28-Jährige in ihrer Paradedisziplin zuletzt als 23. im Dezember 2016 in Sestriere/Italien.

"Es hat nicht so funktioniert", sagte Rebensburg: "Ich brauche mal eine kleine Pause."

Nach Platz fünf im ersten Lauf und 1,06 Sekunden Rückstand auf die Spitze hatte sich Rebensburg vorgenommen, im Finale "einfach besser zu fahren" - vor allem im unteren Teil, wo sie viel Zeit verloren hatte. Doch das gelang ihr überhaupt nicht, offensichtlich auch wegen Problemen mit dem Material.

Maier versteht Wutausbruch nicht

Im Ziel warf sie wutentbrannt einen Ski in den Schnee. Ihr Rückstand auf Siegerin Mikaela Shiffrin (USA) betrug 2,21 Sekunden - für Rebensburg inakzeptabel.

DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier fand Rebensburgs Wutausbruch "nicht so passend", die Finalfahrt seiner besten Athletin sei schlicht "viel zu passiv" gewesen. Das, betonte er, ändere allerdings "nichts an ihrer guten Form und guten Performance im Riesenslalom. Nobody's perfect."

Rebensburg verlor auch ihre Führung im Disziplinweltcup, wo sie jetzt sieben Punkte hinter Shiffrin liegt. In der Gesamtwertung hat die Amerikanerin bereits einen Vorsprung von 191 Zählern auf die zweitplatzierte Rebensburg.

Worley landet hinter Shiffrin

Slalom-Olympiasiegerin Shiffrin feierte ihren 34. Weltcup-Sieg vor Riesenslalom-Weltmeisterin Tessa Worley aus Frankreich (0,99 Sekunden zurück). Dritte wurde Manuela Mölgg (Italien/1,01).

Jessica Hilzinger hatte das Finale als 32. des ersten Laufs knapp verpasst, Maren Wiesler schied dort kurz vor dem Ziel aus. Am Mittwoch steht in Courchevel als letztes Rennen vor Weihnachten noch ein Parallel-Slalom an, auf den Rebensburg verzichtet.

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