vergrößernverkleinern
Mikaela Shiffrin gewann den Slalom in Semmering
Mikaela Shiffrin gewann den Slalom in Semmering © Getty Images
Lesedauer: 3 Minuten
teilenE-MailKommentare

Mikaela Shiffrin schreibt mal wieder Geschichte. Die US-Amerikanerin gewinnt den Slalom in Semmering und überholt eine Österreicherin.

Es war nur angemessen, dass Mikaela Shiffrin ein magisches Jahr am Zauberberg beendete - und mit einem weiteren historischen Tag ihrer unglaublichen Karriere.

Seit Samstag ist die Amerikanerin die erfolgreichste Läuferin der Weltcup-Geschichte im Slalom, mit ihrem 36. Sieg in dieser Disziplin hat sie ihr großes Vorbild Marlies Schild überholt, und wenn sie so weitermacht, wird sie auch den Rekord des legendären Schweden Ingemar Stenmark (40) bald brechen.

Schild als Shiffrins Vorbild

"Marlies ist mein größtes Vorbild neben Bode Miller", sagte Shiffrin nach ihrem 51. Weltcupsieg. "Als ich jung war, wollte ich immer die beste Skifahrerin der Welt werden. Ich hatte da immer Marlies vor Augen - ich wollte immer so fahren wie sie." Dass sie der seit 2014 nicht mehr aktiven Österreicherin nun die Bestmarke entrissen hat, war ihr fast ein wenig peinlich: "Vielleicht habe ich jetzt den Rekord gebrochen - aber für mich hat sie diesen Rekord für die Ewigkeit."

Anzeige

Die Geschichtsbücher des alpinen Weltcups werden künftig und wohl für lange Zeit etwas anderes sagen, vermerkt sein werden dort zunächst auch zwei weitere Rekorde, denn: Shiffrin hat im Kalenderjahr neun Slaloms gewonnen sowie 15 Rennen insgesamt, das ist vor ihr weder Mann noch Frau gelungen. "Das Jahr 2018 ist irgendwie unglaublich", sagte die Amerikanerin, die ja nach wie vor erst 23 Jahre alt ist und in diesem Jahr unter anderem olympisches Riesenslalom-Gold gewann.

Gesamtweltcup fast schon entschieden

Am Samstag siegte Shiffrin vor Petra Vlhova (Slowakei/+0,29 Sekunden) und Wendy Holdener (Schweiz/+0,39), mit 1034 Punkten im Gesamtweltcup geht sie in das neue Jahr, das am 1. Januar mit den Parallel-Slaloms für Frauen und Männer am Holmenkollen in Oslo beginnt. Der Kampf um die große Kugel wird wohl keiner mehr werden, Shiffrin, die Gesamtsiegerin der vergangenen zwei Jahre, hat bereits 466 Punkte Vorsprung auf Vlhova.

Für die deutschen Läuferinnen verlief der Tag am Zauberberg wenig erfreulich. Am wenigsten für Christina Geiger. Nach dem ersten Lauf lag sie auf einem guten siebten Rang, mindestens Rang acht und damit die WM-Norm schienen möglich - doch dann schied sie im Finallauf bereits am dritten Tor aus. "Ich habe versucht anzugreifen, aber mich hat es hinten reingedrückt, dann bin ich nicht mehr nach vorne gekommen", sagte sie mit bedröppelter Miene im ZDF.

Beste deutsche war Geigers Oberstdorfer Klubkollegin Jessica Hilzinger auf Rang 23. Zwei Plätze dahinter landete Lena Dürr, die mit sich und dem Tag ganz und gar nicht zufrieden war. "Es war einfach nicht gut", sagte sie. Keine guten Vorzeichen für das neue Jahr.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image