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Mikaela Shiffrin gilt in allen Disziplinen als Medaillenanwärterin. Lindsey Vonn und Bode Miller kritisierten daher ihren Kombi-Verzicht bei der WM. Shiffrin wehrt sich.

US-Skistar Mikaela Shiffrin hat auf die Kritik ihrer Landsleute Lindsey Vonn und Bode Miller bezüglich der Anzahl ihrer WM-Starts reagiert und diese zurückgewiesen.

"Ich fühle mich geschmeichelt wegen der jüngsten Aussagen von Bode und Lindsey, die glauben, ich könne in allen fünf WM-Rennen eine Sieganwärterin sein", schreibt Shiffrin auf ihrem Instagram-Account.

"Nichtsdestotrotz kann ich als jemand, der diese Saison in jeder Disziplin an den Start ging und als Einzige in allen fünf Disziplinen gewonnen hat, sagen, dass nicht ein einziger dieser Siege 'leicht' war. Einen leichten Sieg gibt es nicht", so Shiffrin weiter.

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Vonn: "Verstehe es nicht"

Vonn hatte befragt nach ihrer Teamkollegin geäußert, sie hätte sich anders entschieden als Shiffrin, die nach WM-Gold im Super G auf Abfahrt und Kombination verzichtete. "Sie hätte alles gewinnen können", befand Vonn am Rande der WM im schwedischen Are. "Ich bin eine Rennfahrerin und will jedes Rennen fahren, das ich fahren kann. Ich respektiere ihre Entscheidung. Aber sie hat das Potential und zu 100 Prozent die Fähigkeit, in allen fünf Disziplinen eine Medaille zu holen. Deshalb verstehe ich es nicht."     

   

Es sähe vielleicht von außen betrachtet für viele Menschen einfach aus, rechtfertigt sich Shiffrin. Aber hinter ihrem Erfolg stecke eine Menge an harter Arbeit und Training. Auch Reisestrapazen und unvorhersehbare Ereignisse, wie etwa verlorenes Gepäck, hätten Einfluss auf die Rennplanung, so die 23-Jährige.

Miller: Shiffrin hat Vorteil verschenkt

Auch Ex-Weltmeister Bode Miller wäre "all in" gegangen. "Es ist nicht an mir es zu kritisieren, aber ich wäre an ihrer Stelle gefahren", so Miller zur AP nach Shiffrins Verzicht auf die Kombination: "Sie hätte die Chance gehabt, auf der Abfahrts- und der Slalom-Strecke, auf der sie den Spezialslalom bestreiten wird, zu fahren. Das ist ein großer Vorteil. Ich weiß nicht, warum man das nicht macht."      

Shiffrin übt sich dagegen in Demut: "Ich habe den Weltcup-Gesamtsieg im Slalom und Riesenslalom noch nicht in der Tasche, und ich habe die WM-Medaille in Slalom und Riesenslalom ebenso nicht in der Tasche. Die Mädels sind Wettkämpferinnen und es ist in jedem Rennen ein Kampf."

Sie habe sich nie um irgendwelche Rekorde geschert. Vielmehr wolle sie jedes Mal eine gute Wettkämpferin sein, sobald sie im Starthäuschen stehe. Und aufgrund ihrer bewusst gewählten Anzahl an Starts habe sie verhindert, "auszubrennen oder sich zu verletzen". 

      

         

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