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Mikaela Shiffrin
Mikaela Shiffrin gilt es im Kampf um den Gesamtweltcup zu schlagen © Getty Images
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Die Anzahl der Wettbewerbe im alpinen Skizirkus ist auf einem Höchststand. Auch FIS-Präsident Kasper sieht das Limit erreicht, weist Kritik aber zurück.

Der Präsident des Internationalen Ski-Verbandes FIS hat die Kritik an der hohen Anzahl alpiner Wettbewerbe teilweise zurückgewiesen.

"Die FIS ist nicht da, um die Rennen zu verhindern, sondern zu veranstalten", sagte Gian Franco Kasper vor dem Auftakt des Weltcups am Wochenende in Sölden. Das Schweizer IOC-Mitglied gestand jedoch ein: "Es ist keine Frage, wir sind am Limit." Für die Athleten sei es "schwierig".

Bei den Alpinen stehen in dieser Saison insgesamt 87 Wettbewerbe im Kalender: 45 bei den Männern, 41 bei den Frauen, dazu ein Teamwettbewerb. Das sind zwei mehr als im vergangenen Winter, als im Weltcup 74 Wettbewerbe ausgetragen wurden, dazu elf bei der WM im schwedischen Are.

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In diesem Winter finden keine WM oder Olympischen Spiele statt. Im kommenden Februar werden die Männer auf der Abfahrtsstrecke für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking die ersten Weltcup-Rennen in China bestreiten.

Shiffrin und Maier üben Kritik

"Es scheint so, dass es jedes Jahr mehr und mehr Rennen werden", sagte Dominatorin Mikaela Shiffrin (USA) in Sölden.

Für den neuen deutschen Männer-Cheftrainer Christian Schwaiger war der volle Kalender ein Grund, lange über seine Beförderung vom Abfahrer-Coach nachzudenken. Es sei ein "Wahnsinn", bei diesem Programm vier Disziplinen zu betreuen: "Wenn ich mir den Rennkalender anschaue, sehe ich meine Frau vielleicht fünf Tage im ganzen Winter."

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Zuvor hatte unter anderem Österreichs "Herminator" Hermann Maier, einst in drei Disziplinen erfolgreicher Doppel-Olympiasieger von 1998 und mehrfacher Gesamtweltcupsieger, über die "inflationäre" Entwicklung geklagt.

Der ehemalige österreichische Ski-Rennläufer und heutige TV-Experte Hans Knauss sagte: "Es ist ja verrückt. Es ist zu viel, auch für die Zuschauer."

Alpine Skifahrer haben größte Belastung 

Im Vergleich zu anderen Wintersportarten haben die Alpinen die größte Belastung. Der Kalender der Skispringer umfasst insgesamt 59 Wettbewerbe (Männer: 30 Einzel/6 Team, Frauen 21/2).

Die Biathleten sollen inklusive der zwölf WM-Rennen, die zum Weltcup zählen, 68 Wettbewerbe bestreiten (Männer 30/Frauen 30/Mixed 8). Die Langläufer kommen auf jeweils 35 Einzelrennen. Ein vergleichsweise entspanntes Leben haben die Skicrosser, die jeweils nur 14 Rennen vor sich haben.

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