Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Linus Straßer ist nach seinem Slalomlauf am "Männlichen" überhaupt nicht zufrieden. Der beste deutsche Fahrer geht mit sich selbst hart ins Gericht.

Linus Straßer schlug im Zielraum von Wengen wütend mit der lädierten rechten Faust auf eine luftbefüllte Werbebande.

Beim traditionsreichen Weltcup-Slalom am "Männlichen", das wusste der beste deutsche Torläufer, war wesentlich mehr drin als Platz 17. Wenn auch nicht der Sieg, den überlegen der junge Franzose Clement Noel holte.

"Ich habe mich extrem geärgert", sagte Straßer, "ich muss ehrlich sagen: Das war ziemlich dumm gefahren von mir."

Anzeige

Als 20. nach dem ersten Lauf hatte er wie zuletzt in Adelboden eine Aufholjagd starten wollen, es lief gut im Finale - doch dann patzte er im unteren Abschnitt schwer. "Da fehlt das komplette Tempo, du kommst nicht mehr vom Fleck", sagte der 27-Jährige zerknirscht.

Tremmel fährt zur persönlichen Bestleistung

Sein Trost vor dem nächsten Klassiker am Sonntag in seiner "zweiten Heimat" Kitzbühel, wo der Münchner als Junge zum Skifahrer wurde: "Der Speed ist voll da. Wenn ich es schaffe, einfach und unkompliziert Ski zu fahren, tue ich mich leicht."

Und: Seine rechte Hand, in der er sich Anfang Dezember das Kahnbein gebrochen hatte, hielt dem Belastungstest an der Bande stand. "Da mache ich mir keine Sorgen", sagte Straßer.

Meistgelesene Artikel

Sein Rückstand auf Noel, der seinen fünften Weltcup-Sieg holte, betrug 1,72 Sekunden. Hinter dem neuen Teamleader durfte sich Anton Tremmel (Rottach-Egern/+2,21 Sekunden) als 22. über sein bestes Weltcup-Ergebnis freuen.

"Das ist schon etwas Besonderes", sagte der 25-Jährige.

Noel setzte sich bei seinem zweiten Wengen-Coup in Serie mit einem Vorsprung von 0,40 Sekunden vor Henrik Kristoffersen durch. Der Norweger übernahm nach rund einer Hälfte der Saison die Führung im Gesamtweltcup.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image