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Die Langlaufkarriere von Max Hauke ist vorbei
Die Langlaufkarriere von Max Hauke ist vorbei © Getty Images
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Die augeflogenen Dopingsünder Max Hauke und Dominik Baldauf berichten von schweren Schuldgefühlen und belasten Kronzeuge Johannes Dürr. Sie wollen ein neues Leben.

Die österreichischen Dopingsünder Max Hauke und Dominik Baldauf haben sich nach ihren Geständnissen bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld erstmals ausführlich geäußert. Die Langläufer, die Eigenblutdoping betrieben, wollen ein neues Leben beginnen und haben den Kronzeugen Johannes Dürr schwer belastet.

"Von Kindheit an bestimmte das Langlaufen unser Leben. Wir haben dem Sport alles untergeordnet", sagte Hauke der Kronen-Zeitung. Hauke denkt an ein Medizinstudium, Baldauf will trotz aller Vorkommnisse zur Polizei.

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Baldauf: "Menschen verachten mich"

Die Rückkehr in den Alltag sei nach den Vorkommnissen in Seefeld kaum möglich gewesen. "Ich wohne in einem kleinen Dorf, ich spüre, dass ich die Menschen dort enttäuscht habe und mich nun viele von ihnen verachten", berichtete Baldauf.

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Hauke war in Seefeld mit einer Bluttransfusion im Arm ertappt worden, ein Video davon gelangte über soziale Netzwerke an die Öffentlichkeit. "Ich fühlte mich total ausgeliefert und extrem schuldig", sagte Hauke über den Moment, nach dem er aber auch "erleichtert" gewesen sei.

Von der Kindheit an bestimmte der Langlauf das Leben der beiden Freunde. "Wir haben dem Sport alles untergeordnet", berichtete Hauke. 2015 hätten beide dann gemerkt, dass ihre Leistungen abfielen, "obwohl wir 100 Prozent Einsatz gegeben haben", so Baldauf.

Ohne Doping keine Weltspitze?

2016 habe Baldauf Langläufer Johannes Dürr getroffen, der bei Olympia in Sotschi zwei Jahre zuvor als Dopingsünder aufgeflogen war. "Wir arbeiteten beide beim Zoll in Wien und gingen manchmal miteinander trainieren. Dabei redeten wir natürlich über das Langlaufen und in der Folge auch darüber, dass die Leistungen von Max und mir stagnieren", sagte Baldauf.

Dürr soll Baldauf erklärt haben, dass es ohne Doping nicht möglich sei, an die Spitze zu gelangen. "Und dass uns ein Erfurter Arzt helfen könnte", so Baldauf. Im Sommer 2018 ließen sich beide dann Blut entnehmen, das sie sich vor den Wettkämpfen im Winter wieder injizierten.

Keine Angst, aufzufliegen

"Alles war extrem professionell organisiert, wir kommunizierten über Pre-Paid-Handys mit dem Arzt und seinem Team", berichtete Hauke. Wenn die Athleten Infusionen benötigten, sei in einem Nachbarhotel Fachpersonal gewesen, das die Nadeln setzte. Die Trainer konnten nichts ahnen, die Einstichstellen seien gut versteckt gewesen.

Angst, beim Doping aufzufliegen, hatten beide nicht. "Es reicht, nach dem Rennen ein Glas Salzwasser zu trinken, dadurch wird das Blut so stark verdünnt, dass die Werte normal sind", sagte Baldauf und meinte: "Wer beim Blutdoping bei einem normalen Check auffliegt, muss ein Trottel sein."

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