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Von der WM-Bronze-Staffel 2019 fehlen Russland in diesem Winter Yulia Belorukova (l.) und Anastasia Sedova (2.v.l.)
Von der WM-Bronze-Staffel 2019 fehlen Russland in diesem Winter Yulia Belorukova (l.) und Anastasia Sedova (2.v.l.) © Getty Images
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Gleich vier russische Langläuferinnen verpassen die aktuelle Saison wegen einer Schwangerschaft. Das sorgt für Irritationen - weil die Trainerin sie ermutigt hatte.

Das hat man in dieser Anzahl auch selten: Gleich vier russische Spitzen-Langläuferinnen fehlen in diesem Winter, weil sie schwanger sind.

Dass dies kein Zufall ist, liegt wohl auch an Yelena Vyalbe, Managerin des russischen Langlauf-Teams, die ihrem Team am Ende der vergangenen Saison einen ernst gemeinten Rat gab.

"Am Saisonende habe ich die Truppe versammelt und allen Mädels gesagt, dass die nächste Saison eine Übergangssaison ist. Deshalb ist es die beste Zeit, ein Baby zu kriegen", sagte Vyalbe der russische Nachrichtenagentur RIA Novosti. "Die Athletinnen müssen ihre Verantwortung und Pflichten kennen. Ich bin froh, dass sie auf mich gehört haben."

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Schwedische Nationaltrainerin empört

Da in dieser Saison im Langlauf weder Weltmeisterschaften noch Olympische Spiele stattfinden, hat dieser Winter im russischen Team keine allzu hohe Priorität.

Bis auf die 24-jährige Natalia Nepryaeva sind daher nur Athletinnen aus der zweiten Reihe am Start. Yulia Belorukova (24), Anastasia Sedova (24), Elena Sovoleva (27) und Tatyana Aljoshina (25) verpassen dagegen die komplette Saison wegen ihrer Schwangerschaft.

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In Schweden hat die "Schwangerschafts-Anordnung" viel Verwirrung und teils auch Entsetzen ausgelöst. "Ich könnte Athletinnen niemals raten, Kinder zu kriegen. Und die Athletinnen würden darauf auch nicht hören", sagte Schwedens Nationaltrainerin Karin Ersson der schwedischen Zeitung Expressen: "Man muss wohl sagen, dass die Kultur in Russland eine andere ist."

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