Vierschanzentournee: Richard Freitag gewinnt Qualifikation in Oberstdorf

Freitag lässt gleich Muskeln spielen

Richard Freitag startet perfekt in die Vierschanzentournee 2017/18

Sport1 News Reporter

Richard Freitag setzt in der Oberstdorf-Quali der Vierschanzentournee gleich ein Achtungszeichen. Auch das Team-Ergebnis der DSV-Adler überzeugt.

Kalt wie eine Hundeschnauze hat Richard Freitag das erste dicke Ausrufezeichen auf dem Weg zum ersehnten Vierschanzentournee-Triumph gesetzt.

Unter schwierigsten Bedingungen gewann der 26 Jahre alte Sachse souverän die Qualifikation zum Auftaktspringen in Oberstdorf und unterstrich damit seine derzeitige Ausnahmestellung. Klar scheint: Freitag kann sich eigentlich nur selber schlagen.

Die Vierschanzentournee ist das große Spektakel zum Jahreswechsel. Am Freitag startet der Wettbewerb mit der Quali in Oberstdorf. Welcher Springer wird sich dieses Jahr den Gesamtsieg sichern? © SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann/Imago
Bei der Tournee 2002 schrieb Sven Hannawald Geschichte. Als bislang einziger Athlet gewann der Deutsche alle vier Springen. Dieses Jahr begleitet er die Tournee als "Eurosport"-Experte. Bei SPORT1 macht der 43-Jährige den Favoritencheck © Getty
AUSSENSEITERCHANCEN: Setzt sich möglicherweise ein absoluter Außenseiter durch? Der Pole David Kubacki könnte alle überraschen. Dieter Thoma, Tournee-Sieger von 1990, analysierte bei SPORT1: "Er ist ein Springer mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, der zu Besonderem in der Lage ist." © Getty Images
Das sagt Hannawald: "Es gibt immer einen Überraschungsspringer, das hat man in den letzten Jahren vor allem an Thomas Diethart gesehen. Aber es wäre ja keine Überraschung, wenn ich da jetzt einen Namen nennen würde." © Getty Images
PLATZ 8 - JUNSHIRO KOBAYASHI (Japan): Beim Weltcup-Auftakt in Wisla sorgte Kobayashi mit seinem Sieg für eine Überraschung. Im Gesamtweltcup liegt der 26-Jährige derzeit auf Rang sieben. © Getty Images
Das sagt Hannawald: "Sehe ich nicht ganz vorne, auch wenn es mich für die Japaner freuen würde. Er hat eine gute, stabile Technik - ich glaube aber nicht, dass er mit den absoluten Topspringern mithalten kann." © Getty Images
PLATZ 7 - MARKUS EISENBICHLER (Deutschland): Am Ende der vergangenen Saison rangierte Eisenbichler im Gesamtweltcup auf Rang acht. Aktuell belegt er 26-Jährige die selbe Platzierung. Eisenbichler etabliert sich also als Top-Ten-Springer © Getty Images
Das sagt Hannawald: "Bei der Tournee kommen Schanzen, die ihm liegen - insbesondere Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen. Deswegen könnte es vielleicht auch mal Klick machen und er ist am Ende die Überraschung. Im Hinterkopf habe ich ihn auf jeden Fall auf der Rechnung." © Getty Images
PLATZ 6 - JOHANN ANDRE FORFANG (Norwegen): Aktuell liegt Forfang auf Platz sechs im Gesamtweltcup. Dreimal landete der 22-Jährige dieses Jahr unter den Top vier © Getty Images
Das sagt Hannawald: "Er hat in einzelnen Sprüngen seine tolle Flugtechnik gezeigt - und wenn er den Absprung trifft, dann funktioniert’s bei ihm. Er ist aber ein bisschen zu wetterabhängig: Bei ruhigem Wind oder Aufwind ist er brandgefährlich, bei Rückenwind tut er sich schwer." © Getty Images
PLATZ 5 - STEFAN KRAFT (Österreich): 2014 und 2016 gewann Kraft jeweils das Auftaktspringen der Tournee, 2015 triumphierte er in der Gesamtwertung. Diese Saison konnte der 24-Jährige drei Weltcup-Podestplätze verzeichnen © Getty Images
Das sagt Hannawald: "Er ist für mich ein Fragezeichen. Kann seine besten Sprünge nicht regelmäßig abrufen, obwohl er letzte Saison noch komplett dominiert hat. Aber die Erfahrung zeigt, dass die Österreicher pünktlich zur Tournee plötzlich eine ganz andere Hausnummer sind." © Getty Images
PLATZ 4 - DANIEL ANDRE TANDE (Norwegen): Bei der Tournee im letzten Jahr lag Tande lange auf Kurs Gesamtsieg. Die ersten zwei Springen konnte der 23-Jährige gewinnen. Doch im letzten Springen in Bischofshofen ging eine Bindung auf und Tande musste notlanden. Es blieb nur Gesamtplatz drei © Getty Images
Das sagt Hannawald: "Hat einige überragende Sprünge gezeigt, aber nicht so viele wie zum Beispiel Wellinger. Wenn er über Weihnachten noch ein paar Kleinigkeiten gefunden hat, kann er gefährlich werden. Denn: Er ist ein Flieger und die Schanzen bei der Tournee liegen ihm." © Getty Images
PLATZ 3 - ANDREAS WELLINGER (Deutschland): Wellinger zeigte diese Saison bisher starke Leistungen. Die Bilanz des 22-Jährigen: Ein Einzelsieg, zwei Podestplätze. Der größte Erfolg seiner Karriere bisher war Gold mit der deutschen Mannschaft bei Olympia 2014 © Getty Images
Das sagt Hannawald: "Er hat in einzelnen Sprüngen gezeigt, dass er auf dem selben Niveau ist wie Freitag, ihm fehlt aber die Stabilität. Hat zudem die eine oder andere kleine Baustelle, die er über die Tournee hinweg abarbeiten muss." © Getty Images
PLATZ 2 - KAMIL STOCH (Polen): In dieser Saison landete der 30-Jährige dreimal auf dem Podest, zweimal davon bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg. Das bedeutet: Stoch ist möglicherweise pünktlich in Top-Form © Getty Images
Das sagt Hannawald: "Für mich der Springer, der Freitag am gefährlichsten werden kann. Er hat sich seit Saisonbeginn Stück für Stück verbessert. Er hat ein kleines technisches Manko in seinem Sprungablauf und teilweise Probleme mit der Anlaufgeschwindigkeit. Bekommt er das in den Griff, ist er mit Freitag auf Augenhöhe." © Getty Images
PLATZ1 - RICHARD FREITAG (Deutschland): Der 26-Jährige ist der beste Springer der Saison. Freitag gewann drei von sieben Einzelspringen und landete zwei weitere Male auf dem Podest. Damit liegt Freitag auch im Gesamtweltcup ganz vorne. Erstmals in seiner Karriere hält er sich konstant in der Weltspitze © Getty Images
Das sagt Hannawald: "Er ist der Topfavorit. Das Gelbe Trikot gibt ihm Recht und zeigt, dass er in dieser Saison bisher der Beste ist. So stabil wie er sich präsentiert hat, hat er die besten Chancen auf den Tourneesieg. Richard ist die Nummer eins, die gejagt wird in diesem Jahr." © Getty Images

"Ich glaube, der Sprung war ganz fein. Damit wäre ich morgen zufrieden", sagte Freitag nach seinem starken Auftritt vor 14.400 Zuschauern, Rekord für eine Vorausscheidung im Weltcup: "Es war wichtig für mich, mit einem guten Gefühl in die Tournee zu starten. Ich will die Quali aber nicht überbewerten."

Auf höchst erstaunliche 130,5 m war Freitag in seiner neuen Wahlheimat geflogen. Höchst erstaunlich deshalb, weil er mit verkürztem Anlauf, deutlichem Rückenwind und einer langen Unterbrechung vor seinem Sprung als Letzter in die Spur gegangen war.

Wellinger hadert mit dem Wind

Dennoch lag Freitag mit 148,1 Punkten deutlich vor dem Japaner Junshiro Kobayashi (142,1), der 133,0 m gesprungen war. Dritter wurde Doppelweltmeister Stefan Kraft (Österreich/141,9).

Vizeweltmeister Andreas Wellinger (Ruhpolding) musste sich bei starkem Rückenwind allerdings mit 120,5 m (132,3 Punkte) und Platz 14 zufrieden geben. "16 Windpunkte - das macht wenig Spaß. Aber es ist, wie es ist. Mit dem Sprung bin ich so weit zufrieden", sagte Wellinger.

Richard Freitag gewann in diesem Winter bereits drei von sieben Weltcup-Springen © Getty Images

Insgesamt schafften zehn von 13 deutschen Startern den Einzug in den Wettbewerb am Samstag (ab 16.30 Uhr im LIVETICKER). Dort droht allerdings neues Ungemach in Sachen Wetter: Ein Temperaturanstieg um rund zehn Grad deutlich in den Plus-Bereich verbunden mit Regen und erneut viel Wind könnten die Entscheidung zur Geduldsprobe machen.

Das Stadion ist dann mit rund 25.000 Zuschauern ausverkauft.

Verletzter Freund als Zuschauer

Am Freitag hatte sich auch der derzeit wegen eines Kreuzbandrisses pausierende bislang letzte deutsche Oberstdorf-Sieger Severin Freund unter die Fans gemischt. "Ich wäre lieber auf der Schanze als im Publikum", sagte der 29-Jährige unter großem Jubel am Stadionmikrofon: "Ich hatte bei meinem Sieg vor zwei Jahren einen Wahnsinnstag. Der kommt immer wieder, wenn man hier ist."

Freund sah insgesamt starke DSV-Adler. Der Oberstdorfer Lokalmatador Karl Geiger glänzte mit 133,5 m (141,8) und Platz vier. Stephan Leyhe (Willingen) überzeugte mit Rang acht und 128,5 m (138,9 Punkte) und ließ noch Markus Eisenbichler auf Platz zehn mit 128,0 m (137,9) hinter sich.

Die weiteren Mitfavoriten auf den Tourneesieg zeigten teilweise Schwächen. Norwegens Topstar Daniel Andre Tande (Norwegen) als 20. und Doppel-Weltmeister Kamil Stoch (Polen) als 28. kamen mit den Bedingungen nicht zurecht.  

Auch DSV-Reserve überzeugt

Für eine Überraschung sorgte David Siegel (Baiersbronn) aus dem deutschen B-Team, der mit 128,0 m (131,0 Punkte) auf Platz 16 sprang. Mit dabei sind am Samstag auch Pius Paschke (Kiefersfelden) als 30. mit 117,0 m (122,0) und Constantin Schmid (Oberaudorf) als 44. mit 119,5 m (113,4).

Wer krönt sich zum neuen König der Lüfte? Zum 66. Mal kämpfen die besten Skispringer der Welt vom 29. Dezember bis 6. Januar in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen um den Tourneesieg © Getty Images
Vor dem Auftakt der Vierschanzentournee wirft SPORT1 einen Blick zurück - und zeigt, wie der Mythos der legendären Veranstaltung entstand © SPORT1-Grafik: Philipp Heinemann/Getty Images/Imago
1953 wird die Vierschanzentournee zum ersten Mal ausgetragen - zum einzigen Mal innerhalb eines Jahres vom 1. bis 11. Januar. Danach dauert die Tournee immer vom 30. Dezember bis 6. Januar © Imago
Helmut Recknagel (l.) ist der erste deutsche Skispringer, der die Tournee gewinnt © Imago
Bei seinem ersten Sieg 1958 ist sein Autogramm heiß begehrt. Auch 1959 und 1961 gewinnt Recknagel den prestigeträchtigen Wettbewerb © Imago
In den 60ern springt man noch waghalsig mit den Armen nach vorne gestreckt, so wie Max Bolkart © Imago
Der in Oberstdorf geborene Bolkart gewinnt die Tournee im Winter 1959/60 © Imago
Die Anlage in Oberstdorf Mitte der 60er Jahre © Imago
Der Norweger Björn Wirkola (r.) gewinnt Ende der 60er die Tournee drei Mal hintereinander © Imago
Die 80er-Jahre werden geprägt vom Duell des Finnen Matti Nykänen (Bild) mit Jens Weißflog aus dem sächsischen Oberwiesenthal. Nykänen gewinnt 1983 und 1988 © Imago
Nykänen (l.) macht aber auch abseits der Schanzen Schlagzeilen - meist negative. Er verfällt dem Alkohol und wird wegen versuchten Totschlags zu einer Freiheitsstrafe verurteilt © Imago
Jens Weißflog gewinnt in den 80ern ebenfalls zwei Mal die Tournee-Wertung. In den 90ern versucht der "Floh vom Fichtelberg", seine dritte Vierschanzentournee erst noch im Parallelstil zu gewinnen © Imago
Doch der V-Stil wird immer populärer, so dass auch Weißflog nicht daran vorbeikommt. Er packt die Umstellung auf die neue Technik und gewinnt die Tournee noch zwei Mal (1991 und 1996) © Imago
Der inzwischen verstorbene Skisprung-Trainer Reinhard Hess (l.) bespricht sich 1995 mit Schützling Weißflog © Imago
Bei der Materialpflege packt der viermalige Tournee-Sieger selbst mit an © Imago
Ein Skispringer, den man nicht vergisst: Eddie the Eagle ist jahrelang Englands Skispringer Nummer eins © Imago
Für seine Flugkünste ist Eddie aber nicht gerade berühmt - die sind nämlich eher beschränkt © Imago
Georg Thoma gewinnt in den 60er-Jahren viele Springen, aber nie die Tournee... © Imago
Sein Neffe Dieter Thoma macht es da besser: 1989/90 holt er sich die Tournee-Wertung © Imago
In den 90ern sieht es auch in Oberstdorf schon wesentlich moderner aus © Imago
Die Pressegespräche werden beim Skispringen - wie hier mit Weißflog (r.) - gleich neben dem Backen gemacht © Imago
Einer, den man in der Geschichte der Vierschanzen-Tournee unbedingt erwähnen muss, ist Janne Ahonen: Zwischen 1998 und 2008 steht der Finne fünf Mal und damit öfter als jeder andere Springer auf Platz eins der Gesamtwertung © Getty Images
Ebenfalls einer der besten und beständigsten der Szene ist lange Zeit Adam Malysz. Zum großen Wurf bei der Vierschanzen-Tournee reicht es aber nur einmal (2000/01) © Getty Images
Bei der 50. Ausgabe in der Saison 2001/02 gelingt Sven Hannawald das Meisterstück... © Getty Images
Er gewinnt als erster Springer überhaupt alle vier Springen in einer Tournee. Da zieht sogar der damalige Bundestrainer Reinhard Heß den Hut © Getty Images
Hannawald schreibt damit Geschichte und wird vor allem von den weiblichen Fans wie ein Superstar gefeiert © Imago
Im Jahr 2006 gibt es erneut ein Novum: Das erste Mal überhaupt in der Geschichte der Tournee gibt es zwei Springer, die genau dieselbe Punktzahl in der Gesamtwertung haben. Jakub Janda (Tschechien) und Janne Ahonen (rechts, Finnland) teilen sich also den ersten Platz © Getty Images
Der lange Zeit letzte Deutsche, der es nach den vier Springen auf das Treppchen schafft, ist Michael Neumayer in der Saison 2007/08 © Getty Images
Im selben Jahr wird auch erstmals in der Geschichte der Vierschanzen-Tournee ein Springen komplett abgesagt. In Innsbruck kann wegen eines Föhnsturms nicht gesprungen werden, der Wettkampf wird am 5. Januar in Bischofshofen nachgeholt. Da die Tournee damit erstmals nur auf drei Schanzen, wenn auch mit vier Springen, ausgetragen wird, nennt man die Tournee scherzhaft schon die "Dreischanzentournee" © Getty Images
In den folgenden zwei Jahren gewinnen mit den Österreichern Wolfgang Loitzl (l.) und Andreas Kofler (Mitte) nicht die ausgemachten Favoriten © Getty Images
Bei der Tournee 2010/11 macht Thomas Morgenstern den Hattrick für Österreich perfekt. Mit seinem Auftaktsieg in Oberstdorf legt der spätere Gesamtsieger den Grundstein für den Erfolg. Auch in Innsbruck siegt Morgenstern © Getty Images
In der Liste aller Springer, die auf jeder der vier Schanzen mindestens einmal gewinnen können, steht mit Schlierenzauer nur noch ein derzeit aktiver Springer. Rang eins dieser Tabelle teilen sich der Norweger Björn Wirkola und Skisprung-Ikone Jens Weißflog, Ahonen ist Dritter © Getty Images
Im Winter 2012/13 können sich die deutschen Skispringer endlich wieder einmal berechtigte Hoffnungen auf den ersten Gesamtsieg seit Hannawalds Coup 2002 machen. Severin Freund geht als Weltcup-Zweiter ins Auftaktspringen in Oberstdorf... © Getty Images
Doch die Tournee entwickelt sich zum Duell der beiden Überflieger Gregor Schlierenzauer und Anders Jacobsen. Beide teilen die Siege unter sich auf. Der Norweger gewinnt die ersten beiden Stationen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen, der Österreicher in Innsbruck und Bischofshofen © Getty Images
Am Ende gewinnt Schlierenzauer die Tournee mit einem knappen Vorsprung vor dem Norweger. Es ist sein zweiter Gesamtsieg bei der Tournee © Getty Images
Zum Auftakt der Ausgabe 2013/14 gibt es gleich ein vielbeachtetes Comeback: Eddie the Eagle (bürgerlich Eddie Edwards) springt auf einer kleinen Schanze gegen Kinder. Die dicke Brille von früher ist inzwischen überflüssig: Der kurioseste Skispringer aller Zeiten ließ sich die Augen lasern © Getty Images
Simon Ammann, der bis dahin noch nicht überzeugt hat, verzückt die Skisprung-Welt und sichert sich den Sieg in Oberstdorf © Getty Images
Noch überraschender ist dieser Rookie. Thomas Diethart springt bei seinem dritten Weltcupeinsatz gleich aufs Podium. Er wird hinter Ammann und Anders Bardal Dritter © Imago
Beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, dem traditionsreichsten Springen des Weltcupkalenders, setzt der Österreicher noch einen drauf: Diethart siegt und übernimmt die Spitze in der Gesamtwertung. Das Schwein in seiner Hand entwickelt sich zum Kultobjekt - sein Vater streichelt es vor jedem Sprung des Sohnemannes © Getty Images
"Adieu" sagt einer der ganz Großen im Skispringen: Martin Schmitt verabschiedet sich mit dem 27. Rang von der Skisprung-Bühne und beendet seine Karriere © Getty Images
Seine ambitionierten Teamkollegen um Severin Freund enttäuschen bei der Tournee. In Innsbruck verpasst Freund sogar den zweiten Durchgang und fällt weit zurück. Bester Deutscher wird am Ende Andreas Wellinger auf Rang zehn © Getty Images
Geschichte schreibt ein anderer: Diethart holt in Bischofshofen seinen zweiten Einzelsieg bei der Tournee und sichert sich damit auch den Gesamtsieg © Getty Images
Im nächsten Jahr strahlt zumindest in Innsbruck ein Deutscher: Richard Freitag siegt auf der Bergiselschanze. Doch in der Gesamtabrechnung schafft es wieder einmal kein Deutscher auf das Podest © Getty Images
Geschichte wiederholt sich nicht? Von wegen! Ein Jahr nach dem Triumph von Diethart verblüfft erneut ein österreichischer Senkrechtstarter die Experten. Stefan Kraft gewinnt zuerst das Auftaktspringen in Oberstdorf und holt sich dann auch den Tourneesieg © Getty Images
Doch irgendwann muss es auch einmal gut sein mit der Dominanz der Österreicher. In der Saison 2015/16 lässt Severin Freund endlich einmal alle Springer aus dem Nachbarland hinter sich - doch zu Platz eins reicht es dennoch nicht © Getty Images
Denn ein Springer ist noch besser als der Deutsche: Der Slowene Peter Prevc gewinnt gleich drei Springen und holt sich verdient den Gesamtsieg. Nur Wind-Pech in Oberstdorf verhindert wohl, dass er Hannawalds Kunststück von 2002 wiederholt © Getty Images
Im Januar 2017 nimmt der Pole Kamil Stoch die Trophäe für den Gesamtsieg in Empfang. Mit einem Sieg in Bischofshofen zieht er noch am Norweger Daniel Andre Tande vorbei, der am Ende hinter Stochs Landsmann Piotr Zyla Dritter in der Gesamtwertung wird © Getty Images

Team-Olympiasieger Andreas Wank (Hinterzarten), der nur über das Kontingent der nationalen Gruppe antreten durfte, kam mit 111,5 m (109,9 Punkte) auf Platz 47 und darf somit am Samstag sein Saisondebüt im Weltcup geben. 

Aus der DSV-Reserve schaffte auch Martin Hamann (Aue) als 49. mit 108,0 m (107,9) den Sprung unter die besten 50.

Die K.o.-Duelle der deutschen Springer

Richard Freitag (1.) - Mackenzie Boyd-Clowes (Kanada/50.)
Karl Geiger (4.) - Andreas Wank (Hinterzarten/47.)
Stephan Leyhe (8.) - Vojtech Stursa (Tschechien/43.)
Markus Eisenbichler (10.) - Cestmir Kozisek (Tschechien/41.)
Andreas Wellinger (14.) - Eetu Nousiainen (Finnland/37.)
David Siegel (16.) - Gregor Schlierenzauer (Österreich/35.)
Pius Paschke (30.) - Anders Fannemel (Norwegen/21.)
Constantin Schmid (44.) - Peter Prevc (Slowenien/7.)
Martin Hamann (48.) - Stefan Kraft (Österreich/3.)