Vierschanzentournee: Schmitt und Hannawald fordern höheres Preisgeld

Ex-Stars fordern höheres Preisgeld

Martin Schmitt (l.) und Sven Hannawald sorgten in Deutschland für einen Skisprung-Boom

Sport1 News Reporter

Martin Schmitt und Sven Hannawald bemängeln das vergleichsweise geringe Preisgeld für den Sieger der Vierschanzentournee - trotz dessen hoher sportlicher Bedeutung.

Die früheren Skisprungstars Martin Schmitt (39) und Sven Hannawald (43) haben ein höheres Preisgeld für den Gewinner der Vierschanzentournee gefordert.

"Die Prämie von 20.000 Schweizer Franken finde ich absolut unangemessen", sagte Schmitt im Gespräch mit der Sport Bild: "Der Stellenwert ist so groß, es wird so viel Geld umgesetzt, da ist es äußerst dürftig, was am Ende beim Sieger übrig bleibt."

Höheres Preisgeld bei Tour de Ski

Es könne nicht sein, "dass die Tournee deutlich weniger Geld ausschüttet als die Tour de Ski im Langlauf, wo der Gesamtsieger 55.000 Franken bekommt", sagte Schmitt. Auch der Gewinner der Skisprung-Wettkampfserie Raw Air erhalte ein deutlich höheres Preisgeld, "und diese ist von der Bedeutung sicher nicht mit der Vierschanzentournee zu vergleichen."

Auch aus Sicht von Hannawald wird der Gewinner nicht ausreichend entlohnt.

"Die Tournee ist das Größte, was es gibt im Wintersport. Das sollte sich auch im Preisgeld widerspiegeln", sagte der Gesamtsieger von 2001/2002.

Laut Tournee-Präsident Michael Maurer vom Skiclub Partenkirchen ist eine höhere Ausschüttung allerdings nicht ohne Weiteres möglich.

"Das Budget gibt kein höheres Preisgeld her. Die Einnahmen, die wir vom Vermarkter Infront bekommen, fließen komplett in die laufenden Kosten. Und der Gewinn, der durch den Ticketverkauf erzielt wird, kommt der Sportförderung zugute", sagte er: "Top-Athleten wie Magdalena Neuner, Felix Neureuther oder Laura Dahlmeier kommen ja nicht aus dem Nichts. Trainer wollen bezahlt und die Sportanlagen in Schuss gehalten werden."