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Kamil Stoch war in Lahti nicht zu schlagen
Kamil Stoch war in Lahti nicht zu schlagen © Getty Images
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Markus Eisenbichler erreicht beim Weltcupspringen in Lahti sein bestes Karriere-Ergebnis. Kamil Stoch siegt mit großem Vorsprung. Andreas Wellinger schwächelt.

Olympiasieger Andreas Wellinger hat beim ersten Einzelwettkampf nach den Winterspielen in Pyeongchang eine Podestplatzierung verpasst, stattdessen ist Olympia-Pechvogel Markus Eisenbichler beim Weltcup in Lahti auf Platz zwei geflogen.

Während Wellinger nach einem schwachen zweiten Sprung beim Sieg des überragenden Polen Kamil Stoch nur Achter wurde, erreichte Eisenbichler sein bestes Karriere-Ergebnis.

"Ich bin so glücklich, das ist so schön", sagte Eisenbichler in der ARD: "Ich will das jetzt einfach nur genießen." Wellinger meinte: "Das ist super für den Eisei, er hat sich das so verdient. Mein zweiter Sprung hat nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe." 

Der 26 Jahre alte Eisenbichler, der in Pyeongchang den Teamwettbewerb verpasst hatte, rückte mit starken 129,5 m im zweiten Durchgang noch von Platz sieben nach vorne. An Sieger Stoch kam er allerdings nicht heran. Bei seinem ersten Saisonsieg außerhalb der Vierschanzentournee sprang der Pole in einer eigenen Liga und hatte mit 314,2 Punkten (132,0+134,0 m) riesigen Vorsprung auf Eisenbichler (286,0). Dritter wurde nur einen Zehntelpunkt dahinter Österreichs Weltmeister Stefan Kraft.

Wellinger verpatzt zweiten Sprung

Einen Tag nach dem deutschen Sieg im Teamspringen fiel Wellinger in Lahti, wo er im Vorjahr zweimal Vizeweltmeister geworden war, nach einem schwachen zweiten Sprung noch von Platz vier zurück. Richard Freitag kam nur auf Platz 15 und verlor im Gesamtweltcup deutlich an Boden auf Stoch. Der Pole führt nun mit 963 Punkten deutlich vor Freitag (836) und Wellinger (768) (DATENCENTER: Der Stand im Gesamtweltcup).

Karl Geiger, der 2016 in Lahti von der Normalschanze als Zweiter zum einzigen Mal auf das Podest gesprungen war, kam nach starken 128,5 m im zweiten Durchgang auf Platz neun. Stephan Leyhe, der Eisenbichler aus dem olympischen Silberteam verdrängt hatte, landete auf Rang 20.

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