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Markus Eisenbichler liegt nach zwei Springen der Vierschanzentournee auf Gesamtplatz zwei
Markus Eisenbichler liegt nach zwei Springen der Vierschanzentournee auf Gesamtplatz zwei © Getty Images
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Markus Eisenbichler strebt beim dritten Springen der Vierschanzentournee sein drittes Podium an. In der Quali patzt Deutschlands Tournee-Hoffnung jedoch.

Lässt die Bergisel-Schanze in Innsbruck erneut einen deutschen Tournee-Traum platzen? (Vierschanzentournee: Springen in Innsbruck Freitag ab 14 Uhr im LIVETICKER)

Zumindest hat Deutschlands große Hoffnung, Markus Eisenbichler, bei der Qualifikation zum dritten Springen der Vierschanzentournee einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen.

Der Zweite der Gesamtwertung kam bei seinem Sprung nur auf 116 Meter und landete damit in der Endabrechnung lediglich auf dem 32. Platz. "Der Sprung war jetzt nicht die Granate, aber die Quali ist geschafft", meinte Eisenbichler danach in der ARD.

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Überflieger Kobayashi dominiert die Qualifikation

Nach zwei von vier Stationen deutet alles auf einen Zweikampf zwischen Ryoyu Kobayashi und Eisenbichler hin. Der Japaner führt nach seinen Siegen in Oberstdorf und Garmisch in der Gesamtwertung mit 548,9 Punkten vor dem Deutschen (546,6).

Spätestens nach seinem zweiten Platz beim Neujahrsspringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen war die Chance auf den ersten Tournee-Gesamtsieg für Eisenbichler noch nie so gut wie diesmal.

Das weiß der 27-Jährige selbst auch: "Natürlich ist viel drin. Aber ich schaue nicht auf die Gesamtwertung, ich konzentriere mich auf Innsbruck. Ich will entspannt und locker bleiben. Am Ende rechnet das eh der Computer aus."

Sein größter Konkurrent Kobayashi stellte sich auch in der Quali am Donnerstag als Überflieger heraus und sprang mit 126,5 Metern 10,5 Meter weiter als Eisenbichler. 

Eisenbichler: "Habe geile Form"

Aufgeben will Eisenbichler aber noch lange nicht. "Ich werde warten, bis er vielleicht mal einen Fehler macht. Oder, was einfacher ist: Dass ich noch besser skispringe."

Der Siegsdorfer ist voller Zuversicht: "Ich bin in einer Verfassung, in der ich auch gewinnen kann. Ich habe eine geile Form", sagte Eisenbichler.

Ähnlich sieht es auch Bundestrainer Werner Schuster. "Es ist Halbzeit. Und wenn man beim Fußball zur Halbzeit 1:0 führt, hat man noch lange nicht gewonnen."

Sein Ziel hat der DSV-Athlet aber klar vor Augen: "Mir ist egal, wo es passiert, aber ich möchte mal einen Weltcup gewinnen", so Eisenbichler.

Bergisel geriet zur Schicksalsschanze

In Innsbruck könnte sich dieser Traum bereits erfüllen. Allerdings geriet der Bergisel zuletzt immer wieder zur Schicksalsschanze für die Deutschen.

Richard Freitag stürzte dort im vergangenen Jahr und musste die Tournee daraufhin verletzungsbedingt beenden. Fast an der selben Stelle kam zwei Jahre zuvor Severin Freund zu Fall. 

Seit nunmehr 17 Jahren warten die Fans auf einen Gesamtsieg eines deutschen Adlers. Als größte Hoffnung ist Eisenbichler auf gutem Wege, das DSV-Trauma zu beenden und die Sehnsucht nach einem deutschen Erfolg zu erfüllen.

Die K.o.-Duelle der deutschen Springer

Alle sieben gestarteten deutschen Skispringer haben sich für das Bergiselspringen qualifiziert. In den 25 K.o.-Duellen des ersten Durchgangs, in denen sich die Sieger und die fünf besten Verlierer für den zweiten Durchgang qualifizieren, kommt es zu folgenden Paarungen mit deutscher Beteiligung:
   
Karl Geiger (6.) - Viktor Polasek (45.)
Stephan Leyhe (8.) - Sergej Tkastschenko (43.)
Richard Freitag (12.) - Kevin Bickner (39.)
Constantin Schmid (30.) - Robert Johansson (21.)
Markus Eisenbichler (32.) - Philipp Aschenwald (19.)
David Siegel (33.) - Junshiro Kobayashi (18.)
Andreas Wellinger (47.) - Daniel Huber (4.)

Weitere Duelle u.a.:
Ryoyu Kobayashi (1.) - Clemens Leitner (50.)
Dawid Kubacki (7.) - Rok Justin (44.)
Kamil Stoch (24.) - Clemens Aigner (27.)

So können Sie die Vierschanzen-Tournee LIVE verfolgen:

TV: ARD, Eurosport

Stream: Eurosport Player, sportschau.de

Ticker:  Skispringen live auf SPORT1.de

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