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Die deutschen Skispringer starten durchwachsen in die neue Weltcup-Saison. Im Teamwettbewerb in Wisla belegen die Adler unter Neu-Bundestrainer Stefan Horngacher Rang fünf.

Ein starker Karl Geiger war nicht genug: Die deutschen Skispringer haben beim Debüt von Bundestrainer Stefan Horngacher das Podest klar verpasst.

Beim Sieg der wiedererstarkten Österreicher im Teamwettkampf von Wisla reichte es für das Weltmeister-Quartett Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Stephan Leyhe und Geiger nach einem schwachen zweiten Durchgang nur zum fünften Rang.

"Wir haben heute zu viele Fehler gemacht. Es war sehr eng und immer offen. Leider sind wir nicht durch die Tür gekommen", sagte Horngacher nach seinem ersten Weltcup-Wettbewerb als Chef des DSV-Teams im ZDF. Der Nachfolger von Werner Schuster durfte sich aber zumindest über einen starken Vizeweltmeister Geiger freuen: "Wir haben wieder einen dabei, der ganz vorne mitspringen kann."

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Karl Geiger mit weitestem Sprung

Geiger, der am Freitag die Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag dominiert hatte, zeigte im ersten Durchgang mit 130,0 m den besten Sprung des Feldes. Weil er bei schwierigeren Bedingungen aber nur noch 120,0 m nachlegen konnte, geriet das erhoffte Treppchen außer Reichweite. 972,6 Punkte waren in der Addition zu wenig, es gewann der WM-Zweite Österreich (1018,2) vor Olympiasieger Norwegen (995,7) und Gastgeber Polen (990,9).

"Mein erster war gut, der zweite war nicht mehr so die feine Klinge. Insgesamt sind meine Sprünge aber auf einem guten Niveau", sagte Geiger. Zur Halbzeit hatte das DSV-Team noch auf Rang vier gelegen, nur 0,4 Zähler hinter dem Treppchen. Dann ließ das Horngacher-Team jedoch deutlich nach. "Ich bin dennoch nicht unzufrieden, im Sommer waren wir noch weiter weg. Wir sind auf einem richtigen Weg", sagte Horngacher.

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Sieger Österreich mit Ex-Weltmeister Stefan Kraft, dem überragenden Daniel Huber, Jan Hörl und Philipp Aschenwald konnte sein Glück kaum fassen. "So schnell kann es gehen, und auf einmal ist man wieder der Gejagte. Das war echt ein cooler Start", sagte Huber, der mit seinen Flügen auf 125,0 und 134,0 m der Sieggarant war. ÖSV-Coach Andreas Felder konnte sich sogar den Luxus erlauben, auf den erstarken Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer zu verzichten.

Ryoyu Kobayashi strauchelt

Für das DSV-Team verlief schon der Auftakt mäßig: Nach den Sprüngen von Freitag (121,5 m), Weltmeister Eisenbichler (123,5) und Leyhe (121,0) riss Geiger mit seinem Satz auf 130,0 m das Ruder herum. Freitag (122,0), Eisenbichler (122,5) und Leyhe (123,5) fanden jedoch auch im zweiten Durchgang nicht ihre Topform. Als dann auch Geiger kein Glück hatte, blieb nur Rang fünf übrig.

Mit Rang sechs musste sich Japan begnügen - auch weil Topfavorit Ryoyu Kobayashi noch nicht an seine Topform aus dem vergangenen Jahr anknüpfen konnte. Der Gewinner der Vierschanzentournee kam zunächst nur auf 118,0 m, ehe er sich auf 128,5 m steigerte. Für das Einzelspringen am Sonntag ist somit Spannung garantiert. Auch Karl Geiger darf sich dann Chancen ausrechnen.

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