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Karl Geiger from Germany soars through the air during his qualification jump of the Four-Hills Ski Jumping tournament (Vierschanzentournee) third phase on January 3, 2020 in Innsbruck, Austria. (Photo by Christof STACHE / AFP) (Photo by CHRISTOF STACHE/AFP via Getty Images)
Karl Geiger will den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee © Getty Images
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Karl Geiger zeigt zwar in der Bischofshofen-Quali keine gute Leistung, hat aber trotzdem noch alle Chancen auf den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee.

Die Generalprobe für das große Finale der Vierschanzentournee ist Karl Geiger missglück (Vierschanzentournee: Springen in Bischofshofen, Montag ab 17.15 Uhr im LIVETICKER).

"Das war nicht so der Hit", sagte der deutsche Hoffnungsträger nach dem mäßigen 16. Rang in der Qualifikation von Bischofshofen. Für das Springen formulierte er trotzdem eine Kampfansage. "Manchmal bin ich eine Wettkampfsau. Morgen zählt's dann." Und weiter: "Ich hab schon oft Sprünge rausgezaubert, wo ich selbst nicht wusste, woher die kamen."

Vier heiße Anwärter gibt es noch im Rennen um den Gesamtsieg: Geiger, Titelverteidiger Ryoyu Kobayashi, der Pole Dawid Kubacki und Marius Lindvik aus Norwegen. Von diesen hat Geiger bei der Qualifikation mit seinem Sprung auf 128,0 m allerdings den schwächsten Eindruck gemacht, einen Tag nach dem Dämpfer von Innsbruck kam er schon im Training nicht mit der Schanze zurecht. (SERVICE: Gesamtwertung der Vierschanzentournee 2020)

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Geiger muss Rückstand auf Kubacki aufholen

Im Wettkampf trifft der DSV-Adler nun auf den viermaligen Olympiasieger Simon Ammann aus der Schweiz. Um das Wunder zu schaffen und die Tournee noch zu gewinnen, muss Geiger in der Gesamtwertung umgerechnet 7,38 m auf Kubacki aufholen. Der Weltmeister liegt nach drei Wettkämpfen mit 830,7 Punkten vor Lindvik (821,6), Geiger (817,4) und Kobayashi (817,0). Hinter dem Spitzenquartett klafft bereits eine große Lücke.

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Es zeichnet sich also ein wahrer Krimi ab. "Ich habe nichts zu verlieren. Ich kann nur gewinnen. Ich freu mich schon auf morgen, das wird bestimmt ein cooler Wettkampf", sagte Geiger nach der Qualifikation.

Und der 26-Jährige hat allen Grund dazu, optimistisch zu sein. Ein Rückstand von bis zu 15 Punkten ist in zwei Sprüngen auf alle Fälle aufzuholen. Das hat bereits Helmut Recknagel 1958 bewiesen, als er in Bischofshofen noch den Russen Nikolai Schamow abfing. Dessen Vorsprung auf den ehemaligen DDR-Skispringer hatte 15,7 Punkte betragen.

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Geiger hat Chance auf Gesamtsieg

Man muss aber gar nicht so weit in der Geschichte zurückgehen, um zu sehen, was im Abschlussspringen in Bischofshofen alles passieren kann. Bei der Vierschanzentournee 2016/2017 stürzte der Gesamtführende Daniel-Andre Tande aus Norwegen wegen eines Materialfehlers im zweiten Durchgang ab und verlor fast 60 Punkte auf den Polen Kamil Stoch, der den Gesamtsieg stibitzte.

Dennoch sind Geigers Probleme auf der Paul-Außerleitner-Schanzer bisher nicht von der Hand zu weisen. Bereits im Training reichte es nur für die Ränge 18 und 11.

Der Oberstdorfer muss sich daher gewaltig steigern, wenn er nicht nur mit den Rivalen auf Augenhöhe springen, sondern einen entscheidenden Vorsprung auf diese herausholen will.

So können Sie die Vierschanzentournee LIVE verfolgen:

TV: ARD, Eurosport
Stream: ARD, Eurosport Player, DAZN
Ticker: SPORT1.de

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