vergrößernverkleinern
Markus Eisenbichler rudert nach seiner Kritik zurück
Markus Eisenbichler rudert nach seiner Kritik zurück © Imago
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

München - Nach der Quali zum Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf kritisierte Markus Eisenbichler die Organisatoren scharf. Nun rudert er zurück.

Rolle rückwärts von Markus Eisenbichler.

Nach der Qualifikation zum Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf hatte Eisenbichler die Veranstalter der Tournee noch scharf kritisiert.

DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Anzeige

"Die ganze Organisation war heute nicht Tournee like. Das war wie ein Kindergeburtstag. Es war nicht so durchgetaktet, dass alles läuft. Natürlich ist Corona, aber das war bei den anderen Weltcups besser. Man hat beim Lift ewig warten müssen, weil das Landratsamt sagt, das Konzept ist jetzt so und so, wo ich mir aber denke: 'Ihr habt überhaupt keine Ahnung'", hatte der Sportler im ZDF-Interview gewütet.

Auch interessant

Eisenbichler relativiert Kritik

Nach dem Springen, bei dem der 29-Jährige dank einer bärenstarken Aufholjagd noch auf Rang fünf landete, hat Eisenbichler seine Kritik nun relativiert. "Die Organisation war wirklich gut. Meine Kritik am Vortag hatte zwar einen Hintergrund, aber das haben sie sehr gut in den Griff bekommen. Meine Kritik war ein bisschen hart", schlug er versöhnliche Töne an. (Skispringen: Stand im Gesamtweltcup)

Eisenbichler meinte weiter: "Es war alles brutal entspannt - auch am Lift, ich musste nicht einmal warten. Es war wirklich sensationell. Jetzt geht es weiter nach Garmisch und noch mal vielen herzlichen Dank an Oberstdorf."

Nach den verärgerten Aussagen des Spitzensportlers hatte Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher seinen Top-Athleten bereits zurückgepfiffen. "Er ist ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen", sagte Horngacher am Dienstag: "Er ist aber auch ziemlich emotionalisiert gewesen. Er hat lange warten müssen oben, der Wind war nicht gut, es war dann natürlich auch irgendwann kalt, und ich glaube, der Sprung war dann auch nicht so, wie er sich das vorgestellt hat." 

Geiger mit guter Ausgangsposition

Das Springen selbst lief aus deutscher Sicht trotzdem enorm erfolgreich. Karl Geiger siegte in seiner Heimat und auch Eisenbichler liegt mit Rang fünf in Schlagdistanz (Vierschanzentournee: Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen, ab 14 Uhr im LIVETICKER). Die DSV-Adler dürfen vom ersten Tournee-Gesamtsieg seit 2002 träumen. Dafür will sich Eisenbichler nun auch in den Dienst der Mannschaft stellen.

"In Garmisch werde ich versuchen, zwei normale, gute Sprünge zu zeigen, und dann werden wir sehen, was dabei rauskommt. Natürlich möchte ich dranbleiben und auch den Karl unterstützen, damit er vorne bleibt", versprach der 29-Jährige.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image