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Geiger könnte Samstag einen besonderen Erfolg feiern
Geiger könnte Samstag einen besonderen Erfolg feiern © AFP/AFP/CHRISTOF STACHE
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Skispringer Karl Geiger hat bei der Heim-WM in Oberstdorf bereits drei Medaillen geholt. Nun winkt dem Deutschen der Sprung in einen Legenden-Kreis.

Skispringer Karl Geiger kann am Samstag mit einer WM-Medaille im Teamwettbewerb in einen erlauchten Kreis aufsteigen.

Nach Gold im Mixed, Silber von der kleinen und Bronze von der großen Schanze kann der Oberstdorfer als sechster Skispringer der Geschichte vier Medaillen bei nur einer WM gewinnen. (ab 17 Uhr im LIVETICKER).

Bislang gelang dieses Kunststück nur Martin Schmitt (2001), dem Österreicher Thomas Morgenstern (2011), Rune Velta aus Norwegen (2015), Österreichs Stefan Kraft (2017) und Markus Eisenbichler (2019). Die Männer hatten von 2001 bis 2005 sowie wieder seit 2011 die Chance auf vier Medaillen. (SERVICE: Alle Skispringen-Events im LIVETICKER)

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Bei den Frauen besteht die Möglichkeit auf viermal Edelmetall bei einer WM erst seit diesem Jahr, die Norwegerin Maren Lundby nutzte diese in Oberstdorf auf Anhieb.

Geiger winkt die vierte Medaille

Geigers Chancen auf einen erneuten Podestplatz stehen nicht schlecht. Addiert man die Punktzahlen der besten vier Springer jeder Nation aus dem Einzel-Wettkampf, kommt Deutschland mit 948,6 Zählern auf Rang vier. Allerdings kostete der Sturz von Eisenbichler ungefähr 20 Zähler.

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Auf das Podest kämen nach dieser Rechnung Österreich (1020,8) vor Norwegen (1002,6) und Polen (949,4). Slowenien kam nach der Disqualifikation von Bor Pavlovcic mit drei Springern auf 745,2 Punkte und würde damit hochgerechnet ebenfalls vor dem deutschen Team liegen. (SERVICE: Alle Skispringen-Ergebnisse)

Mit dem Titelgewinn von Kraft sorgte die Oberstdorf-WM derweil für ein Kuriosum: Durch Kraft, Piotr Zyla (Polen), Ema Klinec (Slowenien) und Lundby gingen alle vier Einzel-Titel im Allgäu an Springer und Springerinnen, die in diesem Winter keinen einzigen Weltcup gewonnen hatten.

Eine andere Bestmarke behält derweil Martin Schmitt auch nach dieser WM: Der Schwarzwälder bleibt der einzige Springer, dem die erfolgreiche Verteidigung des Weltmeister-Titels auf der Großschanze in der seit 1989 andauernden V-Stil-Ära gelang (1999/2001).

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