Ärger um NHL-Spiele in Deutschlanad

von SID
Ärger um NHL-Spiele in Deutschlanad

Dem Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga, Gernot Tripcke, stößt die Terminierung der NHL-Spiele in Deutschland noch immer sauer auf.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke hat mit Blick auf die geplanten NHL-Spiele in Deutschland seine Kritik an der nordamerikanischen Eishockey-Liga erneuert. „Sie haben ihre Spiele angekündigt, isoliert, ohne Rücksprache mit den Klubs, mit uns oder dem DEB. Das geht spielplanmäßig nicht nur gegen die DEL, sondern gegen 28 Profiklubs hier in Deutschland“, sagte Tripcke: „Das kann man besser machen.“

Gernot Tripcke bemängelt eine fehlende Kommunikation
Gernot Tripcke bemängelt eine fehlende KommunikationDEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke© picture-alliance/dpa/SID/Sebastian Gollnow

DEL kritisiert NHL-Terminüberschneidung

Die NHL trägt in diesem Jahr zwei Spiele in Düsseldorf aus. Die Partien zwischen den Ottawa Senators um Nationalspieler Tim Stützle und den Chicago Blackhawks sind für den 18. und 20. Dezember angesetzt. An diesen Tagen finden jedoch auch reguläre Saisonspiele der Deutschen Eishockey Liga (DEL) und der DEL2 statt. Bereits zuletzt hatte Tripcke gegenüber dem SID Kritik an der Terminierung geäußert.

„Ich hoffe mal, dass man sich berappelt, nochmal an die eigene Nase packt und guckt, wie man wirklich eine Win-Win-Situation kreieren kann“, sagte er vor dem DEL-Auftakt am Donnerstag (19.30 Uhr/MagentaTV) zwischen den Eisbären Berlin und den Straubing Tigers in Richtung der NHL: „Aber momentan ist es komplett isoliert und völlig fernab vom deutschen Eishockey.“

Gleichzeitig hob Tripcke den häufigen „Austausch“ und die „freundschaftliche Beziehung“ mit der NHL hervor: „Nur leider läuft dann das, was passiert, über internationale Großagenturen und völlig autark und ohne Berücksichtigung dessen, was besprochen ist.“ Auch nach der Ankündigung der NHL, im kommenden Jahr Spiele in München und Köln austragen zu wollen, habe es „keine neuerliche Kontaktaufnahme“ gegeben, so Tripcke.