Dominanz des FC Bayern: Bestätigung für Lamine Yamal
Ballon d'Or? "Glaube nicht, dass ich darum bitten muss"
Lamine Yamal kann mit den meisten Spielen des FC Bayern nicht viel anfangen. Der Superstar des FC Barcelona verfolgt die Partien des Rekordmeisters gar nicht erst.
Sieben Tore, Schützenfest, Superstar-Show: Der FC Bayern hat gegen Union Berlin einen traumhaften Abend erlebt – doch Lamine Yamal dürfe davon recht wenig mitbekommen haben.
Der Superstar des FC Barcelona gab schon vor dem 7:0 der Münchner in einem Interview zu, dass er die Spiele des deutschen Rekordmeisters nur selten verfolge. Dem 19-Jährigen fehlt offensichtlich die Spannung. Beim Blick auf das Ergebnis des Freitagsspiels wird er sich wohl bestätigt fühlen.
„Ehrlich gesagt schaue ich Bayern-Spiele wirklich nicht gern. Denn in ihrer Liga weiß ich schon, dass sie immer sehr dominant sein werden. Ich weiß es“, sagte der Jungstar in einem Interview mit Movistar Plus Deportes.
Bayern zu dominant? Barca siegt noch deutlicher
Sogar Partien der Bayern in der Ligaphase der Champions League lasse er aus, „weil sie sehr dominant sind. Danach gegen PSG war es ein tolles Spiel. Aber in der Ligaphase schaue ich sie nicht gern, weil sie sehr dominant gegenüber dem Gegner sind.“
Die Bayern haben in der laufenden Saison wettbewerbsübergreifend 25 Tore geschossen. Macht bei sieben Spielen einen Schnitt von etwa 3,6 Toren. Der FC Barcelona steht bei 33 Treffern in genauso vielen Partien. Die Katalanen liegen bei über einem Tor mehr pro Spiel (4,7 im Schnitt). Die von Yamal monierte Dominanz ist bei seinem eigenen Team also noch deutlich höher.
Die Aussagen des Teenagers bergen aber auch deshalb Brisanz, weil Yamal in demselben Interview mutmaßlich auch schon gegen Bayerns Superstar Harry Kane gestichelt hatte.
Der spanische Weltmeister bewirbt sich derzeit öffentlich mit Nachdruck um den Ballon d’Or und erklärte dabei, der prestigeträchtige Award solle an den besten Spieler gehen – und nicht an den erfolgreichsten Torschützen. Der mit Abstand beste Goalgetter der vergangenen Saison ist bekanntlich Kane.
Eberl stichelt zurück – Bayern als Barcas Schwachstelle?
Während sich der Engländer nach der Union-Partie nicht auf einen verbalen Schlagabtausch einlassen wollte und Yamal sogar lobte, schickte Sportvorstand Max Eberl eine kleine Spitze nach Spanien – wo sich auch Kylian Mbappé zu einem Topkandidaten erklärt hat: „Es muss scheinbar Wahlkampf gemacht werden. Am besten sind die Spieler, die keinen Wahlkampf brauchen.“
Was noch gesagt sei: Yamal zollte dem FC Bayern durchaus auch Respekt, gerade mit Blick auf die große Bühne Champions League: „Unsere Schwachstelle sind Gegner wie Bayern oder PSG, die körperbetonter spielen und einen dazu zwingen, viel zu laufen und während des gesamten Spiels konzentriert zu bleiben.“