Mario Basler fürchtet Gladbach-Abstieg

von SPORT1
Vier Gegentore: "Schwer, das schönzureden"
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Vier Gegentore: "Schwer, das schönzureden"

Mario Basler schlägt bei Gladbach Alarm. Im FIROCKX Doppelpass auf SPORT1 legt sich der 57-Jährige auf den Abstieg der Borussen fest und findet deutliche Worte für Kapitän Tim Kleindienst. Auch Armin Veh sieht bedenkliche Entwicklungen.

Mario Basler glaubt nicht mehr an die Rettung von Borussia Mönchengladbach: Im Hinblick auf den schlechtesten Saisonstart der Vereinshistorie traf Basler im FIROCKX Doppelpass auf SPORT1 eine eindeutige Vorhersage Richtung Abstieg.

„Ich liebe den Verein und es tut mir leid, aber ich glaube, dass es dieses Jahr Borussia Mönchengladbach trifft“, sagte der 57 Jahre alte SPORT1-Experte. Die aktuelle Situation sei das Ergebnis einer Entwicklung, die sich nicht erst seit dieser Saison beobachten ließe: „Borussia Mönchengladbach hat sich in den letzten zwei, drei Jahren dorthin entwickelt und sie haben es nicht geschafft, diese Entwicklung nach unten zu stoppen.“

Nach der erneuten Niederlage befinden sich die Gladbacher im freien Fall
Nach der erneuten Niederlage befinden sich die Gladbacher im freien Fall Nach der erneuten Niederlage befindet sich Borussia im freien Fall © IMAGO/ANP

Die vergangenen Spielzeiten hätten genug Warnzeichen geliefert. „Es gibt immer Anzeichen, die in die Richtung gehen und wenn du nicht dagegen angehst, dann ist es irgendwann soweit. Das haben andere Vereine in der Vergangenheit auch gezeigt“, kritisierte Basler.

Basler findet deutliche Worte für Kleindienst

Deutliche Worte fand der Ex-Nationalspieler auch für Gladbach-Kapitän Tim Kleindienst: „Kleindienst ist zwar ein guter Stürmer, aber für mich wird er größer gemacht, als er ist.“

Ob Kleindienst der richtige Kapitän sei? „Für mich ist er kein Kapitän“, redete Basler Klartext und fand auch Kleindiensts öffentliche Wutrede vor 14 Tagen inakzeptabel: „Wenn ich so eine Ansprache halte und meine Mannschaft zerstöre, aber eine Woche später eine Gelb-Rote kassiere.“

DEINE MEINUNG

Aus der Personalie Kleindienst las Basler dabei ein Symptom für tiefergreifende Probleme: „Es sind Anzeichen, dass es in der kompletten Mannschaft nicht stimmt.“

Veh erkennt ein strukturelles Problem

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Armin Veh zeigte sich zunächst verwundert über den historisch schlechten Saisonstart: „Komischerweise haben sie eine gute Vorbereitung gespielt und jeder dachte, sie können überraschen.“

Veh erkannte wiederkehrende Muster und verwies dabei auf Parallelen aus der Vorsaison unter dem damaligen Trainer Gerardo Seoane: „Seoane war vor der letzten Saison schon angeschlagen und man hat ihn nach drei Spielen entlassen. Zwölf Monate später ist genau das gleiche passiert“, sagte der 65-Jährige.

Blessin in Gladbach? „Ich würde ihn nicht holen“

Ob Alexander Blessin, auf den am Sonntag vieles hindeutete, der richtige Mann für die Gladbach-Rettung sein kann? Basler äußerte Bedenken – vor allem, weil Blessin erst vergangene Saison mit dem FC St. Pauli abgestiegen war. „Es steht immer in der Vita eines Trainers, dass er abgestiegen ist. Einer, der abgestiegen ist, kommt zu einer Mannschaft, die aktuell ein Trümmerhaufen ist.“

Das erste Punktspiel birgt für einen neuen Trainer zudem eine besondere Brisanz: Nach der Länderspielpause wartet im Rheinderby der 1. FC Köln. „Dort brennt die Hütte und das als erstes Spiel für einen Trainer … puh“, sagte Basler.

Auch Veh äußerte sich skeptisch. „Es kommt auf den Zeitpunkt an. Wenn ich einen Trainer hole, der in der vergangenen Saison abgestiegen ist, dann ist es für mich zu kurz“, erklärte der einstige Stuttgarter Meistertrainer. „Ich würde ihn nicht holen, ich würde es nicht machen.“

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