Köpke entschlüsselt Klopps Torhüter-Plan
Der langjährige Bundestorwarttrainer sieht Marc-André ter Stegen allerdings aktuell dort, "wo er schon lange hingehört".
Andreas Köpke sieht das Rennen um den Platz im deutschen Tor bei der EM 2028 als „offen“ an. „Da ist nichts in Stein gemeißelt“, sagte der langjährige Bundestorwarttrainer der Süddeutschen Zeitung und betonte: „Niemand“ könne Marc-André ter Stegen „eine Garantie aufs EM-Tor geben“. Die Lösung von Bundestrainer Jürgen Klopp, sich nur „für den Moment“ auf ter Stegen als Nummer eins festzulegen, halte er daher „für sehr vernünftig“, meinte Köpke.
Köpke lobt ter Stegen
Der 34 Jahre alte Rückkehrer sei nach seiner „riesigen Pechsträhne“ nun endlich „da, wo er schon lange hingehört“, sagte Köpke (64) über ter Stegen. Er sieht den Schlussmann von Ajax Amsterdam „schon wieder auf einem hohen Niveau. Was mich überhaupt nicht wundert: Marc ist einfach gut.“
Mit dem Bekenntnis zu ter Stegen gewinne Klopp außerdem „ein bisschen Zeit, um zu schauen, wie sich Alex Nübel bei Besiktas macht, wie sich Jonas Urbig bei den Bayern entwickelt oder ob ein anderer junger Torwart plötzlich durch die Decke geht“, führte Köpke aus. Spiele Nübel konstant, bleibe er für ihn „ein Kandidat“, aber auch Urbig schätze er.
DFB-Torwartfrage bleibt offen
„Sein Torwartspiel geht auf jeden Fall in Richtung Manuel Neuer“, sagte Köpke über den Münchner, „seine offensive Art oder wie er die Bälle mit dem Fuß verteilt. Aber vor allem imponiert mir, dass er verlässlich sein hohes Niveau zeigt, obwohl er nur alle paar Wochen spielt. Das ist schon eine Kunst (…). Ich traue ihm eine große Zukunft zu.“
Auch schon kurzfristig im DFB-Tor? „Mal abwarten“, meinte Köpke: „Wenn Marc super hält, gibt es vielleicht gar keinen Grund, vor der EM die Plätze zu tauschen. Den erfahrenen ter Stegen die EM 2028 spielen zu lassen und den Posten danach an Urbig oder einen anderen Kandidaten zu übergeben, wäre auch ein mögliches Szenario.“