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Enduro One #4 – Enduro-Fest am Ochsenkopf
Enduro One #4 – Enduro-Fest am Ochsenkopf
Laurenz Utech -

Am zurückliegenden Wochenende machte die Enduro One Serie am Ochsenkopf im Fichtelgebierge halt und begeisterte mal wieder mit einem großartigen Rennen. Wer am Schluss triumphieren konnte und wie das Rennen verlief, das erfährst du hier in unserem Rennbericht.

Wie auch in den letzten zwei Jahren war der Bikepark Ochsenkopf am vergangenen Wochenende Austragungsort der Enduro One Serie. Und wie auch in den beiden Jahren zuvor konnte das Rennen wieder mit fordernden und abwechslungsreichen Stages sowie mit einer tollen Organisation und klasse Bedingungen begeistern.

Immer wieder ein Fest und ein Garant für hautnahe Enduro-Action ist das Enduro One Rennen am Ochsenkopf. Immer wieder ein Fest und ein Garant für hautnahe Enduro-Action ist das Enduro One Rennen am Ochsenkopf.

Flowy when fast - Abwechslungsreiche Trails im Fichtelgebirge

Am Samstag ging es für die rund 300 Teilnehmer bei fast schon zu trockenen Bedingungen auf die zwei Trainingsstages, die sich beide im Bikepark befanden. Schnelle Streckenabschnitte wechselten sich hier mit knüppelharten Stein- und Wurzelfeldern ab. Und trotzdem kam der Flow nicht zu kurz!

Die vielen Steinfelder boten eine Vielzahl von Linien, die alle Fahrer am Samstag gründlich ausprobierten ... Die vielen Steinfelder boten eine Vielzahl von Linien, die alle Fahrer am Samstag gründlich ausprobierten ...

... wobei nicht selten die falsche Linienwahl mit einem Plattfuß bestraft wurde. ... wobei nicht selten die falsche Linienwahl mit einem Plattfuß bestraft wurde.

Das lässt sich generell über alle Stages am Ochsenkopf sagen, denn ruppig und hart aber trotzdem flowig ging es auch auf den restlichen vier Stages ab, die sich allesamt am Ochsenkopf befanden. Ein besonderes Schmankerl war dieses Jahr eine komplett neue Stage - ein Novum in der diesjährigen Serie bisher.

Der Lift durfte im Training auf eigene Kosten genutzt werden. Der Lift durfte im Training auf eigene Kosten genutzt werden. Im Rennen beförderte er alle Fahrer zum Start der ersten Stage.

Offener Schlagabtausch im Prolog

Die 6. Wertungsprüfung mit Zieleinlauf in der Event-Area, stellte auch gleichzeitig die Strecke des Prologs dar.

Im Prolog blitze erstmals das Genie der beiden frisch gebackenen Deutschen Meister im Enduro auf - Raphaela Richter und der abgebildete Christian Textor hatten hier die Nase vorn. Im Prolog blitze erstmals das Genie der beiden frisch gebackenen Deutschen Meister im Enduro auf - Raphaela Richter und der abgebildete Christian Textor hatten auf der schnellen Strecke die Nase vorn.

Hier lieferten sich die Racer bereits am Samstag Nachmittag einen ersten Schlagabtausch, den die Lokalmatadorin Raphaela Richter und der frisch gebackene Deutsche Meister Christian Textor für sich entscheiden konnten. Somit hatten die beiden Favoriten bereits am Samstag die Nase vorn. Doch würde es auch im Rennen einen Favoritensieg geben?

Die anspruchsvollen Stages am Ochsenkopf boten den Zuschauern ein Action reiches Spektakel. Die anspruchsvollen Stages am Ochsenkopf boten den Zuschauern ein Action reiches Spektakel.

Deutsche Meister dominieren das Rennen

Nachdem es die Nacht über reichlich Niederschlag geben hatte, ging es für die schnellsten Fahrer aus dem Prolog im Morgennebel auf die Strecke. Raphaela Richter, die mit einer starken Zeit auch die meisten Jungs hinter sich gelassen hatte, startete somit ebenfalls ziemlich früh und war bereits im Ziel, als manche ihrer Mitfahrerinnen erst den Start verließen.

Raphaela Richter ließ ihren Kontrahentinnen keine Chance auf ihren Trainingstrails. Die frisch gekrönte Deutsche Meisterin, Raphaela Richter ließ ihren Kontrahentinnen keine Chance auf ihren Trainingstrails.

Kein Platz für Fehler ließen die verblockten Trails im Bikepark Ochsenkopf. Kein Platz für Fehler ließen die verblockten Trails im Bikepark Ochsenkopf.

Die zwar jeweils recht kurzen aber technisch sowie physisch sehr fordernden Strecken steckten die Nässe gut weg und es galt nur auf den wurzeligen Passagen das Tempo aus dem Training etwas anzupassen. Dies gelang den einen besser und anderen weniger gut, so gingen auch häufiger Fahrer zu Boden. Ernsthafte Verletzungen blieben jedoch glücklicherweise aus.

Lukas Litz scheint seine Form stetig zu verbessern und konnte trotz technischer Probleme eine starke Zeit einfahren. Lukas Litz scheint seine Form stetig zu verbessern und konnte trotz technischer Probleme eine starke Zeit herausfahren.

Noch einmal alles geben und den langen Zielsprung stehen, dann war es für die Finisher der Enduro One am "OKO" geschafft! Noch einmal alles geben und den langen Zielsprung stehen, dann war es für die Finisher der Enduro One am "OKO" geschafft!

Nur wer sein Rad und sich wirklich im Griff hatte, konnte am "OKO" brillieren. Und dies taten schlussendlich die Favoriten und Gewinner des Prologs auch: Raphaela Richter fuhr unbehelligt einen Vorsprung von über einer Minute auf die Zweite, auf ihren Hometrails heraus. Christian Textor hinterließ wieder einmal staunende Gesichter vor dem Live-Timing-Bildshirm und gewann ebenfalls souverän mit knapp 20 Sekunden Vorsprung vor seinem schnellsten Kontrahenten.

Die Ergebnisse im Überblick findest du auf der nächsten Seite.

Enduro One 2016 am Ochsenkopf - Ergebnisse

E1 Pro

  1. Christian Textor (Team BULLS Gravity) - 8:38.40
  2. Andre Kleindienst (Bergamont Hayes Faktory Team) - 8:57.92
  3. Bastian Richter (29er-Racing/BSB Bayreuth) - 9:00.3

Wieder auf Platz 1 bei den Pros: Christian Textor vom Team Bulls Gravity. Wieder auf Platz 1 bei den Pros: Christian Textor vom Team Bulls Gravity.

E1 Woman

  1. Raphaela Richter (Radon Magura Factory/BSB Bayreuth) - 9:57.63
  2. Tanja Naber (HAIBIKE ENDURO CREW) - 11:05.10
  3. Nicole Paulusch (TV Redwitz) - 11:49.77

Das Podium der Damen wurde angeführt von Profifahrerin Raphaela Richter. Das Podium der Damen wurde angeführt von Profifahrerin Raphaela Richter.

E1 Sport

  1. Till Jungmann (MTB Team Schaumburg) - 9:00.44
  2. Sascha Ochmann (Schwalbe / Steil Bergab e.V./IBC DIMB RT) - 9:34.59
  3. Paul Maag (Moustache Enduro Racing WW) - 9:39.63

Till Jungmann zeigte eine herausragende Leistung in der Amateur-Klasse und wäre auch bei den Profis sehr weit oben gelandet. Till Jungmann zeigte eine herausragende Leistung in der Amateur-Klasse und wäre auch bei den Profis sehr weit oben gelandet.

E1 Senior

  1. Andy Sollfrank (TEAM BLACK) - 9:38.45
  2. Nils Von Marcholewski (PoWPoW EnduBros) - 9:39.05
  3. Roberto Diesel (GHOST Racing RIOT) - 9:57.89

Die lokale Legende Andy Sollfrank machte dieses Jahr alles richtig und gewann die Klasse der schnellen Senioren. Die lokale Legende Andy Sollfrank machte dieses Jahr alles richtig und gewann die Klasse der schnellen Senioren.

E1 Super Senior

1. Harald Krebs (kein Team) - 9:54.23

2. Carsten Geck (Alutech/KSV Baunatal) - 9:54.82

3. Klaus Röhr (Ihr Fahrradprofi) - 11:03.41

Auch in der Klasse der Super Senioren wird noch ordentlich Gas gegeben. Hier die schnellsten Sechs vom Ochsenkopf. Auch in der Klasse der Super Senioren wird noch ordentlich Gas gegeben. Hier die schnellsten Sechs vom Ochsenkopf.

E1 E-Bike

  1. Fabien Grimmig (Cube) - 10:12.09
  2. Rico Haase (HAIBIKE) - 10:24.89
  3. Michael Vindum (Haibike/WTB) - 10:37.61

Die schnellsten sechs E-Biker vom Ochsenkopf. Die schnellsten sechs E-Biker vom Ochsenkopf.

E1 Beginner

  1. Domenic Kautz (BunGuard Racing Team / DIMB Racing Team) - 10:14.96
  2. Michael Schippers (ZfH Uni Marburg) - 10:37.31
  3. Maximilian Keim (kein Team) - 10:45.80

Diese sechs schnellen Beginner hatten Grund zum feiern. Diese sechs schnellen Beginner hatten Grund zum feiern.

E1 Guest

  1. Alexander Loos (kein Team) - 9:24.62
  2. Dominik Höreth (Team Green Dh. Racing) - 9:32.21
  3. Eric Junker (IK-PivotCyclesGermany) - 9:33.65

 

Die vollständigen Ergebnisse und weitere Bilder findest du auf der Website der Enduro One.

Wieder einmal war es ein beispielhaftes Endurorennen im Fichtelgebirge, organisiert vom WSV Oberwarmensteinach und dem Team des Bullhead House, mit Stages die innerhalb der Enduro One ihresgleichen suchen. In drei Wochen geht mit dem großen Finale am Flowtrail Bad Endbach weiter und wir sind schon bis auf die Speiche gespannt, was die Teilnehmer dieses Jahr dort erwarten wird!

 

Text: Laurenz Utech

Bilder: Nico Gilles / Enduro One

 


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