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9 FRAGEN AN LUCA SCHULER
9 FRAGEN AN LUCA SCHULER
Roman Lachner -

Luca Schuler ist der Beweis, dass sich eine konsequente Förderung durch den nationalen Skiverband auszahlt, wenn sie auf entsprechendes Talent trifft. Denn mit seinen 18 Jahren gehört der Schweizer inzwischen zur absoluten Freestyle-Weltelite. 

1. Hi Luca, du warst mit dem Schweizer Freestyle-Team im Bispinger Snow Dome. Ihr habt doch in der Schweiz mit Saas-Fee oder Zermatt Gletscher, auf denen ihr das ganze Jahr trainieren könntet. Was verschlägt euch in den hohen Norden Deutschlands in eine Skihalle?

Klar könnten wir da auf den Summer Camps trainieren, aber letztlich ist es im Sommer in den Hallen fast effektiver, denn dort können wir sofort loslegen, ohne erst eine Stunde in Liften hinauf zum Eis zu vergeuden. Zudem stehen dort mehr Rails in einer Line, und wir können öfters „lapen“. Und wenn mittags auf den Gletschern die Kicker wegschmelzen, haben wir im Snow Dome immer die gleichen Konditionen.

2. Dann erzähle uns doch kurz, wie die Tage im Bispinger Kühlschrank aussahen?

Im Grunde hatten wir drei Session pro Tag. Morgens haben wir von 11 bis 12.30 Uhr Eisen im Kraftraum gestemmt. Danach ging´s für zwei Stunden in die Halle zum Rails shredden. Vor dem Abendessen haben wir uns dann noch einmal über die Obstacles geschmissen.

3. Strammes Programm. Da waren „kulturelle“ Ausflüge auf die Hamburger Reeperbahn wohl nicht im Programm inbegriffen?

Leider nein! Für „Kultur“ blieb leider sehr wenig Zeit. Vielleicht auch besser so...

4. Gut möglich. Aus alten Redaktionstagen weiß ich nur zu gut, dass man sich den Tag nach diesem lustigen Abendprogramm meist schenken kann. Was steht die nächsten Wochen an?

Außer Training steht bei mir gerade nicht viel auf der Agenda, um ehrlich zu sein.

5. Dann klär uns doch mal auf, wo sich ein Luca Schuler bis zu den ersten Contests noch im Schnee herumtreibt? So unspannend kann es ja wohl auch wieder nicht sein!

Stimmt auch wieder! Bis zum ersten Weltcup im chilenischen El Dorado trainieren wir tatsächlich noch auf dem Gletscher in Saas-Fee. Wenn wir dann aus Santiago zurück sind, stehen die ersten City Big Airs an, bevor die Weltcup-Saison in den Alpen beginnt. Wo die Schweizer genau auftauchen werden, weiß ich aber noch nicht genau.

6. Hast du spezielle Ziele bei all deinen Contests? Mit deinen 18 Jahren hast du ja schon einige Erfolge feiern können...

Ich will natürlich beim Weltcup gut abschneiden – und bei den FIS Freestyle World Championships in der spanischen Sierra Nevada. Und natürlich will ich auch bei den X-Games zeigen, was ich kann und vorne mitmischen. Und dann sind da noch die Big Airs, wobei hier eher der Spaß mit den Jungs im Vordergrund steht.

7. Da sieht dich die Schule aber nicht allzu oft, nehme ich an. Wie bekommst du die überhaupt gebacken bei all den Fehlstunden?

Ich bin in der Sportschule in Engelberg und mache dort eine kaufmännische Ausbildung, sofern ich eben da bin. Der Verband und die Schule unterstützen mich da echt gut.

8. Also beim Schule schwänzen... Okay, wir werden dich nicht verpfeifen. Sag mal, hast du auch schon Angebote für Movie Parts?

Bisher hat sich noch keiner bei mir gemeldet. Irgendwann klopft aber sicher wer an.

9. Da sind wir uns sicher. Mit welcher Production Crew würdest du am liebsten zusammenarbeiten?

Ach, keine Ahnung. Aber bei Level-1 würde ich bestimmt nicht absagen.



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