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Sechs Fakten über Skibindungen
Sechs Fakten über Skibindungen
Roman Lachner -

Lange Zeit hat sich im Bindungssektor wenig getan. Erst mit solideren Pin-Bindungen wie der „Kingpin“ kam wieder Schwung in die ganze Geschichte. Was ihr bei den unterschiedlichen Modellen von Skibindungen sowie der Montage beachten solltet, erfahrt ihr hier.

1. Aufbau und Funktion

Die (Ver-)Bindung dient der Kraftübertragung und bewahrt uns durch Auslösung im Falle eines Sturzes vor Verletzungen. Die klassische Skibindung besteht aus Front- und Fersenautomat, zwischen denen der Schuh mittels Federn gehalten wird. Wenn die auf die Federn einwirkende Kraft zu groß wird, löst die Bindung aus – seitlich bei den meisten Modellen über den Frontautomat, vertikal über den Fersenautomat.

2. Systeme/Kategorien

Bei Big Mountain Lines oder bei Landungen im Park wirken im­mer große Kräfte. Klar, dass hier der Fokus vor allem auf Sta­bilität und bester Kraftübertragung liegt. Solide und ex­tra breite Konstruktionen liefern hierbei die nötige Sicherheit. Rahmenbindungen wie beispielsweise die Marker „Duke“ bieten für abfahrtsorientierte Tourengeher einen Walk-Mechanismus für kürzere Hikes. Aufstiegsorientierte Tourer sind mit leichten Pin-Bindungen wie der Marker „Kingpin“ besser beraten.

3. Z-Wert

Vom TÜV zertifizierte Sicherheitsbindungen verfügen über einen Auslösewert, den Z-Wert oder auch Din-Wert. Dieser Z-Wert wird über eine Reihe individueller Faktoren ermittelt und sollte beim Sporthändler an Vorder- und Hinterbacken eingestellt werden. Da die optische Skala nur einen groben Richtwert darstellt und dieser durch längeren Gebrauch oder Schmutz variieren kann, hilft nur eine professionelle Prüfstation.

4. Kompatibilität

Alpinbindungen und auch die meisten Free­style-Bindungen sind nur mit zertifizierten Alpin-Sohlen­typen kompatibel. Mit weichen Gummisohlen von Tourenschuhen besteht die Gefahr von Fehlauslösungen bei klassischen Bindungen, sofern man überhaupt in den Vorderbacken einsteigen kann. Hoffen wir, dass Systeme wie das Sole ID von Marker zum allgemeingültigen Standard werden! Höhenverstell­bare Vorderbacken und Gleitplatten an „Jester“ oder „Griffon“ sind jetzt auch mit profilierten Tourensohlen kompatibel.

5. Montage

Wie die Einstellung des Z-Werts solltet ihr auch die Montage dem Fachhandel überlassen, da dieser exakte Bohr­schablonen für jedes Bindungsmodell hat. Bei manchen Bin­dungen liegen aufklebbare Bohrbilder bei, sodass ihr dann   selbst ans Werk gehen könnt, sofern ihr einen Bindungs-Bohrschlüssel besitzt. Dieser verhindert nämlich ein zu tiefes Bohren in euren Ski. Zu beachten wäre natürlich auch der Montage­punkt. Prinzipiell ist dieser auf dem Ski angezeichnet und optimal auf Flex und Shape angepasst. Ein Versetzen nach vorne oder hinten lässt euren Ski agiler/freestyliger bzw. freeride-tauglicher agieren.

6. Standhöhe

Neben der Breite eurer Bindungsaufnahme wirkt sich auch die Standhöhe auf die Verwindungssteifigkeit eurer Ski-Bindung-Schuh-Kombination aus. Je höher ihr über dem Ski steht, desto negativer kommen die Hebelwirkungen zum Tragen und verschlechtern eure Kraftübertragung.

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