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Christian Welp
Christian Welp © Getty Images

Basketball-Europameister Christian Welp ist am Sonntag im Alter von nur 51 Jahren in den USA gestorben. Welp war Mitglied der Nationalmannschaft, die bei der Europameisterschaft 1993 den bislang einzigen Titel für den Deutschen Basketball Bund (DBB) holte und der Matchwinner des Finals gegen Russland.

Der Nachruf der Europameister von 1993 zum Tod von Welp im Wortlaut:

"Wir können nicht fassen, dass Christian Welp, unser Chris, tot ist. Er war Mannschaftskamerad, langjähriger Weggefährte, Freund. Und er war ein Held. Die meisten Menschen werden Chris in Erinnerung behalten, weil er 1993 im EM-Finale in München vier Sekunden vor Spielende mit seinem Dunking und seinem Freiwurf die Europameisterschaft gewann - für die Mannschaft, für die Fans, für Deutschland. Auch für uns war und ist Chris der Held von München. Er wird es immer bleiben.

Aber wir gedenken vor allem einem Mann, der gar nicht darauf aus war, ein Star zu sein. Chris schob sich nie in den Vordergrund, weder auf dem Spielfeld noch außerhalb. Öffentlich war Chris geradezu scheu. Wir kannten und schätzten ihn als einen Mann mit trockenem Humor, der ehrlich war statt sich zu verstellen. Chris war Mannschaftsspieler. Er kämpfte um jeden Rebound, er stellte harte Blocks für seine Kollegen oder passte ihnen den Ball. Sogar nach seinen Heldentaten von München, die den EM-Titel brachten, stellte Chris sich nicht ins Rampenlicht, sondern sprintete aus der Halle und freute sich im Stillen.

Das war unser Chris. Niemand war cooler. Sein Tod kommt viel zu früh. Er erschüttert uns. Wir trauen um Chris. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie."

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