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Karsten Tadda scheiterte mit Bamberg beim TOP FOUR um den Pokal im Frühjahr an ALBA
Karsten Tadda (l.) scheiterte mit Bamberg beim TOP FOUR um den Pokal im Frühjahr an ALBA © imago

München - Bamberg geht demütig ins Duell mit den unbesiegten Berlinern, hat aber den Heimnimbus. Der ALBA-Coach glaubt an einen Vorteil.

Klassiker am zweiten Weihnachtstag: Statt von der Dauerhatz zwischen Beko BBL und Turkish Airlines Euroleague zu pausieren, kämpft ALBA Berlin in Bamberg beim 79. Duell mit den Brose Baskets (ab 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) um seine weiße Weste in der Bundesliga.

Es ist zugleich das achte Spiel binnen 23 Tagen für die Berliner, die zuletzt beim 85:79 gegen die Fraport Skyliners deutlich mehr Mühe als erwartet hatten.

Dennoch treten die Hauptstädter voller Selbstvertrauen in "Freak City" an: "Ich sehe einen kleinen psychologischen Vorteil auf unserer Seite, denn Bamberg muss dieses Heimspiel unbedingt gewinnen, während wir dort mit unserem Vorsprung in der Tabelle frei aufspielen können", sagt Trainer Sasa Obradovic. (DATENCENTER: Spielplan und Ergebnisse)

Die Kontinuität spricht für ALBA

Zwar sind die Bamberger punktgleich mit dem zweitplatzierten FC Bayern Tabellendritter und zu Hause noch ungeschlagen. Dennoch begegnen sie den Albatrossen geradezu demütig.

"ALBA ist ein Ausnahme-Team. Ungeschlagen, in [Europas] Top 16 und der klare Favorit. Es wird ein sehr hartes Spiel für uns werden. Wir sind wie Schüler ? das Spiel wird uns zeigen, wo wir im Vergleich zu ihnen stehen", glaubt Head Coach Andrea Trinchieri.

Vor allem die Kontinuität im Kader und bei den Coaches sei ein Pluspunkt der Berliner. Ganz anders die Brose Baskets, die nach dem überraschenden Viertelfinal-Aus in den diesjährigen Playoffs den Trainerstab und mit Ausnahme der deutschen Nationalspieler Karsten Tadda und Elias Harris den gesamten Spielerkader austauschten.

Bamberger Bollwerk mit Theis

Geblieben sind jedoch die frenetischen Fans, welche das Trinchieri-Team zur Revanche fürs verlorene Pokal-Halbfinale im März treiben sollen. "Alle kommen zum Spiel, um uns über unser Limit zu pushen. Dafür brauchen wir eine besondere Atmosphäre - nicht nur, weil Weihnachten ist."

Mit Spielmacher Alex Renfroe kehrt ein Berliner an seine alte Wirkungsstätte, wo er 2013 Deutscher Meister wurde, zurück. Doch die Oberfranken sind besonders vor Big Man Jamel McLean - mit 16,2 Punkten und 7,4 Rebounds jeweils Top-Performer bei ALBA - gewarnt.

Die Berliner hingegen warnen davor, dass der US-Amerikaner Trevor Mbakwe und DBB-Center Daniel Theis den Bamberger Korb mit durchschnittlich 3,1 geblockten Würfen pro Partie vernageln.

Baldi glaubt an Bambergs Potenzial

Überhaupt stehen sich die beiden abwehrstärksten Teams der Beko BBL gegenüber: Während die Berliner durchschnittlich nur 70,9 Punkte pro Spiel zulassen, gestatten die Brose Baskets ihren Gegnern 72,0.

Am Montag in Göttingen waren es jedoch bereits sieben Minuten vor Schluss 81, als Trinchieri bei elf Punkten Rückstand des Feldes verwiesen wurde. Zwar drehten die Bamberger unter Assistenztrainer Ilias Kantzouris das Match, denoch urteilt ALBA-Manager Baldi: "Ihr Spiel ist noch nicht so rund."

Allerdings weiß Baldi, dass erst in den Playoffs abgerechnet wird: "Sie haben die Fähigkeit und das Personal, am Ende ganz vorne zu stehen."

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