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Andreas Rettig ist seit 2013 DFL-Geschäftsführer
Andreas Rettig ist seit dem 1. Januar 2013 Geschäftsführer der DFL © getty

Die Deutsche Fußball Liga will den Zweitligisten mehr Geld für die Verbesserung der Nachwuchsleistungszentren zur Verfügung stellen und diese damit an das Niveau der Bundesligisten heranziehen.

"Die Bundesliga bewegt sich auf einem so hohen Niveau, dass beinahe alle Klubs diesbezüglich den höchsten Standard erfüllen. Bei einigen Zweitligisten gibt es dagegen noch Nachholbedarf. Die Champions-League-Solidaritätszahlungen werden künftig ausschließlich für die Zweitligisten verwendet", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig.

Die Ausschüttung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) für die deutschen Profi-Vereine, die nicht an der Champions League teilnehmen, betrug für die Saison 2012/13 8,545 Millionen Euro.

"Wir wollen erreichen, dass die Zweitligisten auch auf das höchstmögliche Niveau kommen", betonte Rettig.

In diesem Zusammenhang ermahnte er junge Spieler, deren Eltern und Berater, mit der Aussicht auf eine Fußballkarriere nicht die schulische Ausbildung zu vernachlässigen.

"Das Kreuzband ist schnell gerissen, das Schienbein schnell gebrochen! Man sollte definitiv nicht nur auf die Karte Fußball setzen. Das erhöht den Druck, auch im Umfeld und der Familie."

Der Weg zu einem Großverein sei jedoch nicht zwangsläufig der falsche. "Ich möchte es mal in einem Bild beschreiben: Wenn ich das Zeug dazu habe, aufs Gymnasium zu gehen, würde ich auch nicht die Hauptschule besuchen. Aber viele schätzen ihr eigenes Leistungsvermögen nicht realistisch ein", sagte Rettig.

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