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Phoenix Hagen v FC Bayern Muenchen - BBL
Phoenix Hagen plant einen Neuanfang in der ProA © Getty Images

Der finanziell angeschlagene Basketball-Bundesligist zieht die Konsequenzen aus der Krise. Phoenix Hagen hofft auf einen Neuanfang in der zweitklassigen ProA.

Phoenix Hagen will nach seinem Antrag auf Insolvenz den Spielbetrieb in der Basketball Bundesliga (BBL) einstellen. Das Heimspiel am 10. Dezember gegen die Löwen Braunschweig soll nach Angaben des Klubs das vorerst letzte im Oberhaus sein.

Der nach elf Spieltagen sieglose Tabellenletzte hatte den Antrag am 20. Oktober beim Amtsgericht Hagen eingereicht und war mit einem Abzug von vier Punkten bestraft worden.

Situation unverändert

"Die Situation hat sich von den Zahlen her nicht massiv verbessert", sagte Geschäftsführer Patrick Seidel am Montagabend beim Sponsorentreffen im Ratssaal Hagen. Dies berichtet die Westfalenpost.

"Zusätzliche 800.000 Euro bräuchten wir jetzt, um die Saison geordnet zu Ende zu spielen", so Seidel: "Die Erfahrung der letzten Wochen zeigt, das schaffen wir nicht."

Hagen wäre damit erster Absteiger

Die Liga wird erst einmal entsprechende Unterlagen einfordern, die bis Mittwoch 14 Uhr vorliegen müssen. "Dann werden sich unsere Gremien mit der Causa befassen", sagte BBL-Sprecher Dirk Kaiser: "Wir müssen alles haben und dann gucken, was der Lizenzligaausschuss entscheidet."

Hagen wäre damit erster Absteiger. Die Spiele mit Beteiligung des Klubs würden aus der Wertung genommen.

Neuanfang in Liga zwei

Hagen wollte den Spielbetrieb in der Bundesliga eigentlich aufrechterhalten und sich auf dem Weg eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung sanieren. Nach dem gescheiterten Versuch ist nun geplant, im Sommer einen Neustart in der 2. Bundesliga (ProA) zu wagen.

Dafür würden bis zur Eröffnung des Insolzvenzverfahrens am Donnerstag aber noch 250.000 Euro benötigt.

Phoenix Hagen wurde 2004 gegründet und stieg fünf Jahre später ins Oberhaus auf. 2012/13 gelang zum bislang einzigen Mal der Einzug in die Play-offs, im Viertelfinale gab es ein 1:3 gegen den späteren Meister Bamberg.

Vor Hagen waren in den vergangenen Jahren bereits mehrere Bundesligisten in finanzielle Probleme geraten.

Die Giessen 46ers (2012) und s.Oliver Würzburg (2013) bekamen die Kurve und spielen mittlerweile wieder in der BBL. Die TBB Trier stellte in der Saison 2014/15 einen Insolvenzantrag, stieg ab und kam nicht wieder hoch. Im Mai des vergangenen Jahres zogen sich die Artland Dragons aus dem Spielbetrieb zurück.

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