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EWE Baskets Oldenburg v FC Bayern Muenchen - Beko BBL Playoff Semi-Final Game 4
Rickey Paulding steht mit den EWE Baskets im Finale des TOP FOUR © Getty Images

Oldenburg - Die Gastgeber stehen im Finale des TOP FOUR. Mit einer Aufholjagd in der zweiten Hälfte drehen die EWE Baskets Oldenburg das Halbfinale gegen die Telekom Baskets Bonn.

Die EWE Baskets Oldenburg stehen nach einem Kraftakt im Halbfinale gegen die Telekom Baskets Bonn erstmals im Pokalendspiel.

Der TOP-FOUR-Gastgeber gewannen nach einer deutlichen Steigerung in der zweiten Spielhälfte 77:71 (35:43) und fordern am Sonntag (14 Uhr LIVESCORES) den Beko-BBL-Tabellenführer Brose Baskets Bamberg.

Die Bonner, die noch vor sechs Tagen den längeren Atem im Duell mit den Donnervögeln hatten, müssen dagegen weiter auf den ersten Titel ihrer Klubhistorie warten.

Casper Ware (14 Punkte, 4 Assists) und der Ex-Bamberger Philipp Neumann (13 Punkte, 7 Rebounds) waren die Matchwinner der Niedersachsen, beim Team von Mathias Fischer ragte Kapitän Benas Veikalas, der 15 seiner 17 Punkte vor der Halbzeit erzielte, heraus.

Sowohl Bonn (3 von 27) als auch Oldenburg (1 von 15) trafen bei den Dreipunktwürfen außerordentlich schlecht.

Oldenburg kämpft sich zurück

Den Oldenburgern, die in der Rückrunde acht ihrer zwölf Partien verloren haben, fehlte es im dritten Spiel unter Mladen Drijencic streckenweise an Struktur in der Offensive. Allerdings kämpften sich Neumann und Co. mit viel Energie in die Partie.

Der etatmäßige Top-Center Adam Chubb kam krankheitsbedingt erst in der achten Minute aufs Feld, der Topscorer Ware zumindest in der sechsten.

Den Bonnern mangelte es an Qualität von der Bank - ausgenommen Backup-Center Tadas Klimavicius, der mit acht Punkten früh im zweiten Viertel die bis dato höchste Führung (33:26) herstellte.

Routinier Julius Jenkins brachte die Gastgeber per Dreier auf 35:38 heran, doch Veikalas antwortete mit zwei Freiwürfen und dem Buzzer Beater zum Halbzeitstand. Es war der erst zweite erfolgreiche Bonner Dreier im 17. Versuch.

Bonn verpasst späten Ausgleich

Auch im dritten Abschnitt gestattete eine oft zu passive Zonenverteidigung der Oldenburger dem Fischer-Team viele machbare Würfe - doch die fielen nicht.

So schafften die EWE Baskets angeführt vom umstrittenen Playmaker Ware mit zehn Punkten in Folge die Wende zum 59:56 (31.). "Er hat gezeigt, wie sehr er uns von der Bank aus helfen kann", sagte Drijencic zu SPORT1 und darin auch "ein Ergebnis unserer Gespräche mit ihm". 

Und Neumann brachte mit einer unglaublichen Sequenz von drei Offensivrebounds vor seinem Drei-Punkt-Spiel zum 62:57 die 6000 Zuschauern in der ausverkaufte Arena endgültig zum Toben.

Doch die Oldenburger zitterten noch mal, ermöglichten den Rheinländern durch Ballverluste und nachlässiges Rebounding in den letzten zwei Minuten mehrmals den Ausgleich.

Ein Foul beim Rebound an Chubb und dessen erfolgreiche Freiwürfe brachten 21 Sekunden vor Schluss die Entscheidung.

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