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ALBA Berlin lässt sich von schweren Ausschreitungen einiger Fans von Galatasaray Istanbul nicht beeindrucken. Mit dem Sieg ist das Viertelfinale der Euroleague weiter möglich.

Unbeeindruckt von schweren Ausschreitungen vor Spielbeginn hat ALBA Berlin in der Turkish Airlines Euroleague einen 75:68 (38:26)-Sieg über Galatasaray Istanbul geholt und die Chance auf den Einzug ins Viertelfinale gewahrt.

Der Abend wird allen Beteiligten dennoch in schlechter Erinnerung bleiben.

Randale kurz vor Tip-Off

Kurz vor dem geplanten Spielbeginn um 21.00 Uhr hatten sich die Ereignisse in der Arena am Ostbahnhof überschlagen.

Etwa 50 Anhänger der Gäste stürmten den Alba-Block, zuvor war es zu Auseinandersetzungen unter rivalisierenden Gruppen der türkischen Fans gekommen. Dies berichtete rbb online unter Berufung auf einen Polizeisprecher.

Teams in Kabine

Demnach soll ein Fan mit einer Schreckschusspistole geschossen haben, dazu wurden Böller sowie ein Klappstuhl geworfen und Ordnungskräfte bespuckt.

Die Mannschaften brachten sich in ihren Kabinen in Sicherheit, die Polizei schritt ein, und der Beginn der Begegnung der Top-16-Runde wurde auf 22.00 Uhr verschoben.

Die Schiedsrichter gaben das Spiel mit einstündiger Verspätung frei, kündigten aber an, beim nächsten Zwischenfall abzubrechen.

Alba fand nach leichten Startschwierigkeiten seinen Rhythmus, dominierte den türkischen Vizemeister und erspielte sich bis zur Pause einen klaren Vorsprung. Auf den Rängen blieb es ruhig, auch in der Pause. Die Berliner wackelten im letzten Viertel (16:24) noch einmal, brachten den Sieg aber nach Hause. Bester Werfer der Gastgeber, mit fünf Siegen und sechs Niederlagen nun Fünfter der Gruppe E, war Marko Banic mit 15 Punkten. Vier Teams kommen weiter.

"Es war ein spezieller Sieg und ein ungewöhnliches Heimspiel. Wir waren fokussiert, obwohl wir nicht wussten, ob das Spiel stattfindet oder nicht", sagte Banic.

Gala-Fans Wiederholungstäter

Schon das Hinspiel in Istanbul war keins wie jedes andere gewesen. Galatasaray und Alba traten vor leeren Rängen an, da die Euroleague die Türken wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen zu drei Heimspielen unter Ausschluss der Öffentlichkeit verurteilt hatte.

Grund für die Strafe waren Auseinandersetzungen Ende November vor dem Spiel gegen Roter Stern Belgrad/Serbien, bei denen ein Gästefan niedergestochen worden war. Der Mann erlag seinen schweren Verletzungen.

Schon in München Probleme

Auch in Deutschland sind die Gala-Anhänger schon negativ aufgefallen. Anfang 2014 hatten sich 250 Fans vor, während und nach der Begegnung bei Bayern München danebenbenommen.

Auch dort kam es zu einem Böllerwurf, auch dort wurden Mitarbeiter des Ordnungsdienstes bespuckt. Die Chaoten beschädigten 90 Stühle, Hallenverkleidung und Dämmung wurden aus der Wand gerissen.

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