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Für den FC Barcelona um Nationalspieler Tibor Pleiß (m.) brechen zukünftig härtere Zeiten an © Getty Images

Die Turkish Airlines Euroleague revolutioniert ihre wirtschaftlichen Regularien. Klubs mit Schulden oder ausstehenden Gehältern kann die Teilnahme verweigert werden.

Die Turkish Airlines Euroleague hat ihre wirtschaftlichen Regularien revolutioniert.

Schon zum 1. Juli wird ein umfangreiches Financial Fairplay eingeführt, dem sich alle möglichen Teilnehmer an der Königsklasse des Basketballs 2015/16 unterwerfen müssen.

Nach mehreren Jahren der Planung will die Euroleague damit die Chancengleichheit erhöhen und ein langfristiges, konstantes Wachstum der Liga erreichen.

Alle Regeln gelten immer für das Geschäftsjahr ab 1. Juli bis 30. Juni. Dazu gehört ein Minimalbudget jedes Teilnehmers von vier Millionen Euro.

Klubs mit Schulden oder ausstehenden Gehältern kann die Teilnahme verweigert werden. Außerdem sollen die Ausgaben für Gehälter 65 Prozent des Gesamtetats nicht übersteigen. Eigentümer oder Anteilseigner dürfen nicht mehr als 75 Prozent des Gesamtetats investieren. Werden diese Grenzen überschritten, können Strafen verhängt werden.

Bereits 2012 war eine Kommission eingerichtet worden, die sich mit der Einführung eines Financial Fairplays beschäftigen sollte.

Die Klubs haben bereits zugestimmt, auch die Teilnehmer im Eurocup sollen sich den neuen Wettbewerbsbedingungen unterwerfen.

Diese neue Regelung richtet sich neben wirtschaftlich nicht leistungsfähigen Klubs vor allem auch gegen Teams wie Krösus ZSKA Moskau, der mit einem Budget von über 40 Millionen Euro arbeitet - mehr als doppelt so viel als das zweitteuerste russische Team BC Chimki (16 Millionen).

Dort spielt der frühere Bayern-Star Tyrese Rice. Zum Vergleich: In der Beko BBL liegt Meister FC Bayern München bei rund 3,5 Millionen Euro.

Eine Kommission bestehend aus Euroleague-Offiziellen und neutralen Experten soll die Umsetzung und Einhaltung überwachen.

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