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Das deutsche Beachvolleyball-Duo Laura Ludwig und Kira Walkenhorst feiert den ersten deutschen EM-Triumph seit fünf Jahren. Ein Heiratsantrag sorgt für Aufsehen.

Laura Ludwig (29) und Kira Walkenhorst (24) haben erstmals gemeinsam den EM-Titel im Beachvolleyball gefeiert.

Die Hamburgerinnen gewannen im österreichischen Klagenfurt am Samstag das Finale gegen Jekaterina Birlowa und Jewgenia Ukolowa aus Russland mit 2:0 (21:18, 21:18) und sorgten damit für den ersten EM-Triumph deutscher Frauen seit fünf Jahren. 

"Das ist Adrenalin pur, einfach nur geil", sagte Ludwig im Siegerinterview bei Sky, Walkenhorst ergänzte: "Das ist eine riesige Belohnung, wir haben uns nach Verletzungen zurückgekämpft und hart trainiert."

Eine Woche nach dem Grand-Slam-Sieg in Yokohama (Japan) bestätigten Ludwig/Walkenhorst ihre starke Form. Schon in den vergangenen beiden Jahren waren sie beim Kontinentalturnier erst spät gescheitert und hatten Bronze gewonnen.

Ludwig hatte 2010 in Berlin mit ihrer damaligen Partnerin Sara Goller für das bis Samstag letzte deutsche EM-Gold gesorgt, auch 2008 in Hamburg hatte das Duo bereits den Titel geholt.

Am Samstagvormittag gewannen Ludwig/Walkenhorst ihr Halbfinale gegen Natalia Dubovcova und Dominika Nestarcova aus der Slowakei bereits mit 2:0 (21:18, 21:18). Am Rande des Finaltages kam es noch zu einer kuriosen Szene.

Vor dem Spiel um Bronze hielt der 2. Schiedsrichter aus der Schweiz um die Hand der 1. Schiedsrichterin aus Österreich an. Sie sagte unter Tränen ja. Das Paar hatte sich vor acht Jahren in Klagenfurt bei einem Turnier kennengelernt.

Chantal Laboureur und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) waren als zweitbestes deutsches Frauen-Duo im Viertelfinale an den späteren Finalistinnen Birlowa/Ukolowa gescheitert.

Bei den Männern kam derweil kein deutsches Duo über das Achtelfinale hinaus. Sebastian Fuchs/Thomas Kaczmarek (Berlin) scheiterten mit 0:2 (13:21, 17:21) an den Polen Grzegorz Fijalek/Mariusz Prudel, Markus Böckermann/Lars Flüggen (Hamburg/Berlin) unterlagen Adrian Gavira/Pablo Herrera ebenfalls 0:2 (20:22, 15:21).

Alexander Walkenhorst/Stefan Windscheif (Kiel/Hamburg) mussten sich den Letten Janis Smedins/Aleksandrs Samoilovs 1:2 (17:21, 22:20, 12:15) geschlagen geben. 

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