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Auch in der Vergangenheit hat Stefan Effenberg seine Meinungen konsequent vertreten.
Auch in der Vergangenheit hat Stefan Effenberg seine Meinungen konsequent vertreten. © ARD

Dass Bundesliga-Legende Stefan Effenberg ein konsequenter Typ ist, muss er wohl niemandem mehr beweisen. Und doch wollte es der Tiger mal wieder zeigen: Als der Ex-Bayer sich in einer ARD-Talkshow ungerecht behandelt fühlte, wollte er einfach gehen.

Mit seinem Auftritt bei "Hart aber fair" am Montagabend hat Stefan Effenberg (46) mal wieder für Schlagzeilen gesorgt: Der ehemalige Nationalspieler fühlte sich aufgrund seines Engagements beim katarischen Verein Al-Arabi vor einigen Jahren dazu berufen, die Vergabe der WM 2022 an den Wüstenstaat vor den Kameras zu verteidigen. Als die Gesprächsrunde um Moderator Frank Plasberg (57) aber so gar nicht auf seine positive Bewertung der Situation eingehen wollte, hatte der gebürtige Hamburger vor, frühzeitig einen Abflug zu machen.

"Reden wir noch mal über Katar oder kann ich gehen?", fragte Effe nach geraumer Zeit provokativ in die Runde und brachte damit TV-Profi Plasberg sichtlich aus der Fassung. Zuvor waren die Einschätzungen Stefan Effenbergs zur Situation in Katar auf wenig Gegenliebe gestoßen. Aussagen wie "Ich habe sieben Monate in Katar gewohnt und da keine Sklaven, keine Menschenrechtsverletzungen gesehen" oder "Korruption hin oder her - die Entscheidung steht" konnten die anwesenden Gäste bei "Hart aber fair" nicht überzeugen - das merkte auch der frühere Regisseur der Bayern relativ schnell.

Als dann Grünen-Politiker Jürgen Trittin (60), der ebenfalls zu Gast war, seine Gedanken über Wirtschaftsinteressen etwas weiter fasste, war es um Stefan Effenberg geschehen - er wollte die Sendung gerne verlassen. Zwar blieb der ehemalige Mönchengladbacher bis zum Ende sitzen, an seiner starren Haltung veränderte sich jedoch nichts mehr.

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