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Luca Toni vor dem Münchener Oberlandesgericht © dpa

Luca Toni hat eine kuriose Begründung, warum es zu seiner Zeit bei Bayern München zum Streit um seine Kirchensteuer kam.

"Ich bin der Meinung, wenn jemand an Gott glaubt, dann muss er nicht die Kirche bezahlen", sagte der Italiener laut Bild in dem Schadensersatzprozess, den er am Münchener Oberlandesgericht gegen seine früheren Steuerberater führt.

Im März war ein Vergleich zwischen den Parteien gescheitert. Der mittlerweile 37 Jahre alte Italiener, der von 2007 bis 2010 für den deutschen Rekordmeister gespielt hatte, verlangt die Rückzahlung der katholischen Kirchensteuer, die er für die Jahre 2007 bis 2009 nachträglich hatte entrichten müssen. Mit Säumniszinsen geht es um eine Summe von 1,7 Millionen Euro.

Toni sagte vor Gericht: "Wenn meine Freunde wüssten, dass man so viel zahlen muss, um Katholik zu sein, sie würden alle austreten."

Er findet: "Ich gebe das Geld lieber an ein Waisenhaus."

Toni will das Geld von seinen ehemaligen Steuerberatern zurückklagen, diese wiederum verweisen auf den FC Bayern und eine Sekretärin, die angeblich fehlerhaft gearbeitet hat. In der Spalte "Religion" hatte der FC Bayern, der nach Angaben des Gerichts 500.000 Euro netto im Monat an den Torjäger zahlte, einen Strich gesetzt.

Die Steuerberater änderten dies später in "r.-k." für römisch-katholisch.

Das Landgericht München I hatte Toni, der den ehemaligen Steuerberatern falsche Beratung vorwirft, zunächst überwiegend recht gegeben. Im Berufungsverfahren schlug der Vorsitzende Richter nun vor, dass der FC Bayern sowie die verklagten Steuerberater jeweils 500.000 Euro zahlen, der mittlerweile bei Hellas Verona unter Vertrag stehende Toni 700.000.

Diesen Vorschlag lehnte der Anwalt der Bayern allerdings ab.

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