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Tyson Fury glaubt: Das Ende der Welt ist nahe © Getty Images

Vor dem Fight gegen Wladimir Klitschko verstört Tyson Fury mit Aussagen über Homosexualität, Abtreibung und das nahende Ende der Welt. Er selbst sei voll von Freude an Gott.

Am 28. November kämpft Tyson Fury in Düsseldorf gegen Wladimir Klitschko. Im Vorfeld des WM-Fights im Schwergewicht hat der Brite nun mit einem bizarren Interview für Aufsehen gesorgt.

Der 27-Jährige setzte dabei Homosexualität mit Pädophilie gleich und stellte Thesen über Abtreibung, den Teufel und das nahende Ende der Welt auf.

Fury sieht Ende der Welt nahe

"Wir leben in einer bösen Welt. Der Teufel ist im Moment sehr stark und ich glaube, das Ende ist nah. Ich glaube, die Welt steht nur noch wenige Jahre vor ihrem Ende", sagte Fury der englischen Zeitung Daily Mail.

Wladimir Klitschko (M.) bekommt Fury am 28. November vor die Fäuste
Wladimir Klitschko (M.) bekommt Fury am 28. November vor die Fäuste © Getty Images

Seine Begründung für den angeblich anstehenden Untergang der Zivilisation: "Die Schändung des Planeten, die Kriege im Nahen Osten, die Hungersnöte, die Naturkatastrophen - über all diese Dinge wurde 2000 Jahre lang gesprochen und nun treten sie ein. Eine Prophezeiung. Jetzt wird alles wahr."

Besonders Homosexualität und Abtreibung sind für Fury Vorboten für den Untergang der Welt: "Es gibt nur drei Dinge, die verwirklicht werden müssen bis der Teufel nach Hause kommt: Homosexualität wird in einigen Ländern legalisiert - zudem Abtreibung und Pädophilie. Wer hätte in den Fünfziger- und Sechzigerjahren gedacht, dass die ersten beiden legalisiert werden?"

"Einfach meine Meinung"

Auf den Hinweis, viele Menschen könnten seine Ansichten zu Homosexualität verstörend finden, antwortete er: "Das ist eine lustige Welt, in der wir leben. Und eine böse. Die Leute können sagen: Oh, du bist gegen Abtreibung, du bist gegen Pädophilie, du bist gegen Homosexualität, du bist gegen was auch immer. Aber mein Glaube und meine Kultur basiert komplett auf der Bibel. Die Bibel wurde vor langer Zeit geschrieben, ich befolge, was darin steht. Und wenn sie mir sagt, etwas ist falsch, dann ist es falsch für mich. Das ist einfach meine Meinung."

Schon im September hatte Fury einen kuriosen Auftritt hingelegt, als er zu einer Pressekonferenz mit Klitschko in London im Batman-Kostüm auftrat.

Möglicherweise sind seine Kontroversen Aussagen in seinem jüngsten Interview nur der missglückte Versuch, die Werbetrommel für den Fight mit Klitschko zu rühren. 

Fury zeichnet jedoch von sich selbst das Bild eines boxenden Propheten. Er will das Wort Gottes verbreiten, gibt er vor: "Die Dunkelheit will nichts vom Licht hören, das Böse will nicht vom Guten hören. Das ist mein Job, das Wort zu verbreiten. Schau mich an, wie glücklich ich bin. Ich laufe über vor Zufriedenheit und Freude an Gott."

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