München und London - Sascha Stein steht gegen den Weltmeister vor einer Mammutaufgabe. Bei SPORT1 gibt sich der Debütant dennoch angriffslustig.

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Von Dominik Laska

Ohne Angst zur Sensation.

Sascha Stein zeigt sich vor seiner schwierigen Aufgabe in der zweiten Runde der Darts-WM in London (täglich LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM auf tv.sport1.de) angriffslustig. Es soll noch nicht Schluss sein für den Deutschen.

Nach zwei famosen Spielen in der Vorrunde (4:1 gegen Kim Viljanen) und in der ersten Runde (3:1 gegen Stuart Kellett) trifft der WM-Debütant nun auf Weltmeister Michael van Gerwen.

Stein gibt sich selbstbewusst

Zusammen mit Max Hopp stehen erstmals zwei deutsche Starter in der zweiten Runde der Weltmeisterschaft.

Hopp hat mit dem Niederländer Vincent van der Voort jedoch das einfachere Los.

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Aber Stein geht voller Selbstbewusstsein in die bevorstehende Partie, wie er SPORT1 verrät: "Ich muss ganz ehrlich sagen: Jeder Gegner ist schlagbar. Ich habe mich gut verkauft und gute Leistungen gezeigt. Und deshalb ist auch die Möglichkeit da, einen Michael van Gerwen zu schlagen."

Van Gerwen mit Steigerungspotenzial

"Mighty Mike" zeigte in der ersten Runde gegen Joe Cullen eine solide Leistung, aber die gewohnte Dominanz ließ er noch vermissen. Ein Faktor, den auch Stein erkannt hat und den er ausnutzen möchte:

"Ich denke ich kann für die eine oder andere Überraschung sorgen. Was ich bisher von ihm gesehen habe, war nicht schlecht, aber auch mit Sicherheit nicht das volle Potenzial, das in ihm steckt".

Und dennoch weiß auch "Stoiner", dass die Auftaktleistung van Gerwens nur eine Momentaufnahme sein kann, denn "natürlich kann ein solcher Spieler immer noch eine Schippe drauflegen und sich steigern."

"Ich habe nichts zu verlieren"

Stein sagt aber: "Ich habe nichts zu verlieren. Ich kann nur nochmal allen zeigen, dass ich verdient dort oben stehe. Es ist eher Michael, als Weltmeister und derzeit bester Spieler der Welt, der den Druck hat. Er muss gewinnen."

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Zur Vorbereitung geht es für Stein zunächst wieder nach Deutschland, bevor der Flieger wieder in Richtung London abhebt. Das Training soll aber trotz der Feiertage nicht zu kurz kommen:

"Jetzt entspanne ich erst einmal ein bisschen in der Heimat, werde aber natürlich noch die nächsten Tage ein bisschen weiter trainieren und dann hoffe ich, ich kann in das Spiel genauso reingehen, wie in die Partie gegen Stuart Kellett."

Von Nervosität keine Spur

Dort wirkte der 30-Jährige keinesfalls nervös, wie man es von einem Debütanten erwartet hätte.

Stattdessen spielte er in aller Ruhe sein Spiel herunter, hatte aber auch das Glück, dass Kellett nie richtig in die Partie fand, wie Stein auch zugibt: "Er hat mir dann auch geholfen, indem er nicht wirklich überragend gespielt hat."

Auch von der Atmosphäre im legendären "Ally Pally" ließ sich der Deutsche nie beeinflussen oder ablenken. "Überraschenderweise haben mich die Halle und das Publikum gar nicht so interessiert. Ich konnte alles ausblenden".

Ein Faktor, der auch gegen van Gerwen entscheidend sein kann. Denn der Weltmeister, das hat die Vergangenheit gezeigt, wird die Mehrzahl der Fans auf seiner Seite haben.

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