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London - Der erste Finalist bei der Darts-WM in London steht fest: Adrian "The Jackpot" Lewis bezwingt Steh-Auf-Männchen Raymond van Barneveld. Dessen Aufholjagd kommt zu spät.

Adrian Lewis steht im Finale der Darts-WM 2016 (LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) im Alexandra Palace von London.

"The Jackpot" gewann in der Vorschlussrunde gegen den fünfmaligen Weltmeister Raymond van Barneveld mit 6:3.

Lewis führte bereits mit 5:0, bis die "Barney-Army" eine spektakuläre Aufholjagd zum 3:5 erlebte. Die kam aber zu spät, denn der zweite Matchdart des Zöglings von Phil Taylor entschied die Partie. "Nach dem 5:0 dachte ich: Das war's", verriert er SPORT1: "Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn er das 4:5 gemacht hatte", fügte er bei Sky Sports an.

Der 30-Jährige bestimmte den Beginn der Partie. Er gewann jedes der ersten fünf Legs und stand kurz vor der 2:0-Satzführung, bis auch Barney auf der wichtigsten Darts-Bühne ankam. Mit einem 161er-Finish gewann er sein erstes Leg.

Sechs Highfinishes von Barney

Doch der Mann aus der Darts-Stadt Stoke-on-Trent ließ sich davon und von einem weiteren 161er-Finish nicht verunsichern und spielte konstant weiter starke Darts. Dabei profitierte er auch von großen Checkout-Problemen bei "Barney". Der Niederländer hatte zeitweise eine Quote von nur kläglichen zwölf Prozent auf die Doppel. Lewis zog auf 4:0 davon.

Nun krankte es bei van Barneveld auch an den Scores. Sein Average sank auf 90 Punkte im Schnitt, trotzdem musste Lewis im fünften Satz ein Break schlucken. Doch der Champion von 2011 und 2012 gewann dann drei Legs in Folge, um die Partie vermeintlich vorzuentscheiden.

Lewis spielte einen Average von 99,55 Punkten und konnte sich die komplette Begegnung über auf die Doppel-5 verlassen. Zudem checkte er 100 Punkte zweimal über den spektakulären Weg "Tops-Tops", also zweimal Doppel-20. Van Barneveld kam nur auf 94,07 Punkte, glänzte aber mit sechs Highfinishes.

"Dieses Auschecken und diesem Druck - das habe ich noch nie gesehen", lobte Lewis im Anschluss seinen Gegner.

Im dritten Endspiel seiner Karriere trifft der Engländer auf den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen Gary Anderson (Schottland) und Jelle Klaasen (Niederlande).

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