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Der 4. Spieltag der Premier League wird in die Geschichte eingehen. Michael van Gerwen stellt eine neue Bestmarke auf. Zwei Spieler wollen ein Leg einfach nicht beenden.

Die Premier League 2016 machte am vierten Abend erstmals Station in Schottland. In Aberdeen zeigten die zehn Spieler wieder Darts der Extraklasse und sorgten für einen denkwürdigen Dartsabend.

Im nominellen Topspiel des Tages trafen der amtierende Champion Gary Anderson und Raymond van Barneveld (Niederlande) aufeinander. Die Zuschauer in der GE Oil & Gas Arena bereiteten dem Lokalmatadoren einen würdigen und vor allem ohrenbetäubenden Empfang. (Spielplan und Tabelle der Premier League)

Der Weltmeister zahlte dies an seine Fans zurück. Bis zum fünften Leg konnte sich kein Spieler absetzen, dann gelang Anderson das bereits vorentscheidende Break.

Es war aber auch nicht der Tag von "Barney", der immer wieder mit sich selbst haderte. Der fünffache Weltmeister hatte nicht die Qualität, um mit Anderson mitzuhalten und musste sich letztlich klar mit 3:7 geschlagen geben.

Der "Flying Scotsmen" war mit einem Drei-Darts-Average von 103,34 Punkten einfach zu stark.

Anderson hielt durch seinen ersten Sieg im dritten Spiel, am ersten Abend konnte er krankheitsbedingt nicht antreten, die Chance auf das Erreichen der Playoffs, während "Barney" an Boden verlor.

Van Gerwen pulverisiert Taylors Rekord

Für das Highlight des Abends sorgte jedoch Michael van Gerwen.  "Mighty Mike" stellte mit einem Average von 123,4 Punkten beim 7:1-Erfolg gegen Michael Smith einen neuen Weltrekord auf.

Der bisher höchste TV-Average wurde von Rekordweltmeister Phil Taylor (118,66) aufgestellt. Zudem brillierte der World-Matchplay-Sieger mit einer Checkout-Quote von satten 58,33 Prozent.

Zu keinem Zeitpunkt war Sieg des Weltranglisten-Ersten gefährdet gewesen. In gut elf Minuten hatte der 26-jährige Niederländer den "Bully Boy" abgefertigt.

Zwölf Darts von 86 auf 0

Bereits das erste Spiel des Abends hatte es in sich. Adrian Lewis gewann ein spannendes Match gegen James Wade mit 7:5.

Die Schlussphase war an Spannung kaum zu überbieten. Satte zwölf Darts benötigte "Jackpot" im Duell der beiden Engländer, um 86 Punkte exakt auf Null zu bringen. Am Ende erlöste den Weltranglisten-Dritten die doppelte Eins (nach vier Fehlwürfen).

Lewis kam auf einen Drei-Darts-Average von 99,55 und eine Finish-Quote von knapp 31 Prozent.

Guter Average von Taylor

Hart kämpfen für seinen dritten Sieg musste Phil "The Power" Taylor. Der Rekordweltmeister gewann mit 7:5 gegen Dave Chisnall.

Der Champion von 2012 spielte einen Drei-Darts-Average von 115,25. Chisnalls Average von 109,63 Punkten kann sich ebenfalls sehen lassen. In den wichtigen Phasen patzte "Chizzy" aber, beispielsweise im letzten Leg, als er 50 Punkte nicht zum Remis finishen konnte.

Last-Minute-Break rettet Wright

Zum Abschluss des vierten Spieltages trennten sich Peter "Snakebite" Wright und Robert "The Thorn" Thornton mit 6:6. Durch ein Last-Minute-Break konnte der 45-jährige WM-Finalist von 2014 seine Führung in der Premier League behaupten.

Wright spielte einen Drei-Darts-Average von 98,45 Punkten und legte eine Finish-Quote von 60 Prozent an den Tag.

Thornton stand mit einem Average von fast 92 Punkten kurz vor seinem ersten Premier-League-Sieg 2016. Doch am Ende reichte es "nur" für sein erstes Pünktchen der laufenden Serie.

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