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Nur mit viel Mühe entgeht Titelverteidiger England dem Erstrunden-K.o. beim World Cup of Darts. Österreich setzt ein Signal. China und Südafrika sorgen für Kurioses.

Titelverteidiger England hat seine Auftakthürde beim World Cup of Darts in Frankfurt nur mit großen Schwierigkeiten genommen.

Rekord-Weltmeister Phil Taylor und Adrian Lewis zeigten beim 5:4 gegen Außenseiter Spanien noch nicht, dass auch in diesem Jahr wieder mit ihnen beim Kampf um die offizielle Team-Weltmeisterschaft der PDC zu rechnen ist.

Die Spanier Cristo Reyes und Antonio Alcinas zeigten eine herausragende Partie, ihr Drei-Dart-Average lag am Ende bei über 101 Punkten. Lange hatten sie sogar eine realistische Siegchance.

Lewis behält die Nerven

Adrian Lewis bewies im entscheidenden Leg Nervenstärke. Nach zwei Patzern auf die Doppel-20 versenkte er den dritten Dart zum Sieg. "Mein Herz hat ausgesetzt", stöhnte Taylor. "Hätte Adrian den letzten auch noch verfehlt, wären wir glaube ich rausgeflogen."

Doch so verhinderte der Doppelweltmeister ein Deja-vu für England, das sich bei der ersten Auflage des World Cups 2010 den Spaniern sensationell hatte beugen müssen. Alcinas hatte damals ebenso mitgewirkt wie Taylor. "Sie waren zuversichtlich, uns erneut schlagen zu können", bemerkte "The Power". "Sie waren brillant."

Wie bereits am ersten Turniertag zogen auch am Freitagabend alle Gesetzten in die nächste Runde ein.

Nordirland (Nr. 4) hatte beim 5:2 gegen Japan ebenso wenig Probleme wie Wales (Nr. 5) beim 5:1 gegen Finnland.

Als letztes Team sicherte sich Österreich (Nr. 8) einen Platz unter den besten 16. Mensur Suljovic und Rowby John-Rodriguez verteilten bei ihrem 5:0-Spaziergang gegen Italien den ersten White-Wash des Turniers.

Supertänzer und Nasenwischer

Für lustige Momente abseits des Oche sorgten einige Darts-Exoten.

Der Südafrikaner Devon Petersen zeigte nach der 1:5-Niederlage gegen Singapur ein Tänzchen der besonderen Art. Seine Interpretation von "Move like Jagger" kam bei den Zuschauern in der Eissporthalle bestens an.

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Weige Xie aus China setzte nach jedem besonders spektakulären Wurf zu einem Nasenwischer an - ein Ritual, das auch Bruce Lee in seinen Filmen vollzog.

Vielleicht bringt er damit Phil Taylor beim Zweitunden-Duell erneut ins Wanken.

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Die Ergebnisse vom Freitag (1. Runde):

- Tschechien (Michal Kocik/Pavel Drtil) - China (Yuanjun Liu/Wenge Xie) 3:5
- Griechenland (John Michael/Ioannis Selachoglou)- Kanada (John Part/Ken MacNeil) 2:5
- Irland (William O'Connor/Mick McGowan) - Hong Kong (Ting Chi Royden Lam/Scott MacKenzie) 5:4
- Südafrika (Devon Petersen/Graham Filby) - Singapur (Paul Lim/Harith Lim) 1:5
- Nordirland (Brendan Dolan/Daryl Gurney) - Japan (Keita Ono/Haruki Muramatsu) 5:2
- Wales (Mark Webster/Gerwyn Price) - Finnland (Kim Viljanen/Marko Kantele) 5:1
- England (Phil Taylor/Adrian Lewis) - Spanien (Cristo Reyes/Antonio Alcinas) 5:4
- Österreich (Mensur Suljovic/Rowby-John Rodriguez) - Italien (Daniele Petri/Michel Furlanis) 5:0

Ab der zweiten Runde werden Einzel- und - falls nötig - Doppel-Spiele kombiniert.

Die Achtelfinalpartien:

Nachmittagsession (14 bis 18 Uhr):

Belgien – Ungarn
Nordirland – Irland
Wales  – Kanada
Österreich - Singapur

Abendsession (20 bis 24 Uhr):

Schottland – Norwegen
Dänemark – Australien
England  – China
Niederlande – Philippinen

SPORT1 überträgt am Samstag die Nachmittagssession ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und ab 14 Uhr im LIVESTREAM. Die Abendsession kommt ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und ab 20 Uhr im LIVESTREAM

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