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München - Die Dominanz von Michael van Gerwen im Finale des World Matchplay ist beeindruckend. Phil Taylor fehlen Mittel und Fokussierung. MvG analysiert knallhart.

20 Monate ohne Major-Titel – die lange Durststrecke zehrt an den Nerven des großen Phil Taylor. Und wieder einmal stand Michael van Gerwen im Weg.

Der Weltranglistenerste ließ Taylor im Finale des World Matchplay of Darts keine Chance. Der Brite war angesichts der erdrückenden Dominanz sichtlich angefressen.

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"Ich bin erschüttert. Ich habe alles gegeben, aber es hat nicht hingehauen", gewährte Taylor Einblicke nach seinem verlorenen Endspiel beim zweitwichtigsten Turnier der Saison.

Taylor machtlos gegen MvG

Taylor hat scheinbar kein Rezept, um "Mighty Mike" erfolgreich entgegen zu treten. Seit August 2014 ging Taylor in diesem Duell nur zwei Mal als Sieger hervor. Die drohende Pleite war ihm am Sonntagabend deutlich anzumerken. Anstatt sich auf seine Leistung zu konzentrieren, fiel "The Power" mit unfairen Gesten auf.

Ein ums andere Mal animierte er das Publikum mit dem isländischen "Hu" – auch als van Gerwen gerade auf die Scheibe warf. Einmal ahmte er die Jubelpose des Niederländers nach.

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Doch derartige Aktionen sind nichts Neues. "In meinen Augen war das Machtlosigkeit. Darauf war ich vorbereitet", beurteilte van Gerwen bei RTL 7 die Szenen.

Taylor habe "verbissen" gewirkt: "Er kam mit dem Druck nicht klar". Mit dem Druck, den MvG auf den 55-Jährigen ausgeübt hat.

Van Gerwen ist "der Größte"

Taylor erkannte die herausragende Vorstellung des Niederländers an, bezeichnete ihn als "den Größten", äußerte jedoch auch Kritik an sich und anderen Herausforderern van Gerwens.

"Wir haben zuletzt nicht unsere Leistung abrufen können. Es ist für ihn wie ein Showmatch. Er wird nicht wirklich gefordert", sagte Taylor. Nur wenige können van Gerwen laut seiner Aussage überhaupt schlagen: "Adrian Lewis, James Wade, Gary Anderson und ich. Man muss ihn unter Druck halten, aber das ist extrem schwierig."

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Stattdessen setzt van Gerwen seine Gegner massiv unter Druck. "Er spielt unheimlich aggressiv. Wenn er trifft, lässt er es dich durch seine Körpersprache und Emotionalität spüren. Er bestraft jeden Fehler", fügte der Rekordweltmeister hinzu.

Novum beim World Matchplay

Doch Taylor will die Dominanz van Gerwens mit allen Mitteln durchbrechen. "Ich muss etwas ändern und damit werde ich morgen früh anfangen", kündigte Taylor am Sonntag an.

Der Altmeister wird nicht nur wegen seiner Chancenlosigkeit gegen van Gerwen stinkig gewesen sein: Im Endspiel der 23. Auflage des World Matchplay endete eine beeindruckende Serie des Engländers.

Nach 15 Triumphen zwischen 1995 und 2014 verlor Taylor zum ersten Mal ein Finale im Winter Gardens in Blackpool. Damit hält auch seine Durststrecke bei Major-Turnieren an.

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