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Blackpool und München - Auf eindrucksvolle Art und Weise verteidigt Michael van Gerwen seinen Titel beim World Matchplay. Wie im gesamten Tunierverlauf dominiert er seinen Gegner - diesmal Phil Taylor.

Michael van Gerwen hat das World Matchplay in Blackpool gewonnen.

Dank einer dominanten Vorstellung besiegte der Niederländer den Altmeister Phil Taylor mit 18:10. Van Gerwen verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr und darf sich über ein Preisgeld von 100.000 Pfund freuen.

Irre Doppelquote von van Gerwen

"Double make the money" - auf deutsch "Doppel führen dich zum Geld" - heißt eine alte Dartsweisheit. Dies bestätigte der Weltranglistenerste auf eindrucksvolle Art und Weise. 

Eine Check-Out-Quote von 66,6 Prozent, dazu ein Durchschnitt von nahezu 104 Punkten pro Aufnahme - und fertig ist ein perfekter Abend für van Gerwen. Das wichtigste Turnier neben der Weltmeisterschaft war bereits van Gerwens vierter Major-Titel 2016.

Ausgang nur kurz in Frage

Nur ganz zu Beginn konnte "The Power" mithalten. Das erste Break von van Gerwen zum 2:1 war der frühe Knackpunkt im Spiel des Rekordweltmeisters - dreimal verpasste es Taylor, das Leg zu beenden. 

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Bis zum 6:4 hielt van Gerwen das Break, die Zuschauer hatten in der zweiten Pause noch Hoffnung auf ein spannendes Spiel. Diese zerstörte MvG mit einer starken dritten Session und drei weiteren Breaks. Sogar bis auf 11:4 enteilte der 27-Jährige. 

Taylor mit unsportlichen Aktionen

Taylor wirkte auf der Bühne sichtlich genervt, während van Gerwen sich nach jeder gelungenen Aktion selbst anfeuerte. Dies verschlechterte Taylors Stimmung weiter.

Näher als fünf Legs ließ "Mighty Mike" seinen Kontrahenten nicht mehr an sich herankommen. Dieser nahm die Niederlage scheinbar gelassen hin, und inszenierte mit den Zuschauern desöfteren den von der Fußball-EM bekannten Island-Jubel - auch während sein Gegner warf.

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Mit einer Doppel-16 im 28. Leg beendete van Gerwen das Finale, und damit auch Taylors Siegesserie von 15 Endspielen in Folge beim World Matchplay.

Der frühere Seriensieger Taylor, der mit starken Leistungen in den vergangenen Tagen Selbstbewusstsein für das Finale getankt hatte, wartet nun seit über 20 Monaten auf einen Einzelerfolg bei einem der großen Turniere. 

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Dennoch lobte er van Gerwen nach der Partie: "Er dominiert, wie ich es früher getan habe."

Der Niederländer fand auch anerkennende Worte für Taylor. "Einen Mann wie ihn zu besiegen, ist immer etwas besonderes", so van Gerwen.

Das Finale (Best of 35 Legs):

Michael van Gerwen - Phil Taylor 18:10

Das Tableau ab dem Viertelfinale © SPORT1
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